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Omikron hat die Welt im Griff – die Lage in anderen Ländern

Omikron ist weltweit in immer mehr Ländern die dominierende Variante.

Die Ende November entdeckte und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beinahe sofort als besorgniserregend klassifizierte Variante Omikron ist in immer mehr Staaten dominant. Wie reagieren die einzelnen Länder auf die neue Variante? Eine Übersicht in Zahlen, Daten, Fakten, wie die Virusvariante abseits von Deutschland wütet – und welche Konsequenzen das für die Einwohnerinnen und Einwohner der entsprechenden Länder hat. Sofern nicht anders angegeben, ist der Stand der wiedergegebenen Daten der 6. Januar 2022.

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Großbritannien

In Schottland und England war Omikron schon vor Weihnachten dominant. In England hat Omikron Delta mittlerweile beinahe vollständig abgelöst und macht mehr als 90 Prozent der Fälle aus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien kratzt an der 2000er-Marke. Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich im Vereinten Königreich 1933 Menschen je 100.000 Einwohner und Einwohnerinnen mit dem Coronavirus infiziert. In der Hauptstadt London hatte in dieser Woche sogar jeder Zehnte das Virus.

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Das hat Auswirkungen auf den Alltag: In Krankenhäusern herrscht Personalmangel, mancherorts ist die Müllabfuhr überlastet und einige Supermärkte verzeichnen leere Regale. Um noch massivere Personalausfälle in systemrelevanten Branchen abzufedern, wurde die Pflichtquarantäne für Infizierte auf sieben Tage verkürzt.

Frankreich

Seit vergangener Woche ist Omikron in Frankreich die dominante Variante. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 2071. Anfang dieser Woche wurde die Quarantänezeit für Geimpfte verkürzt. Gesundheitsminister Olivier Véran erklärte, medizinisches Personal solle unter gewissen Bedingungen auch bei einer Ansteckung weiterarbeiten können, sofern die Betroffenen keine oder kaum Symptome hätten.

Dänemark

Auch in Dänemark war die Omikron-Variante des Coronavirus schon einige Tage vor Weihnachten dominant. Mittlerweile macht die Variante mehr als 90 Prozent aller untersuchten Neuinfektionen aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 2297.

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Die Epidemiologin und Direktorin des staatlichen Forschungslabors SSI in Dänemark, Tyra Grove Krause, hat sich am Dienstag zum Ende der Corona-Pandemie geäußert: „Ich denke, es wird die Pandemie noch in den nächsten zwei Monaten geben. Dann hoffe ich, dass die Infektionen sinken werden und wir unser normales Leben zurückbekommen.“

Sie stützt sich auf eine Studie, wonach bei der Omikron-Variante nur etwa halb so viele Menschen im Krankenhaus behandelt werden müssten wie bei der Delta-Variante. Allerdings warnte Krause: „Omikron ist hier, um zu bleiben. Es wird im kommenden Monat für eine massive Ausbreitung der Infektionen sorgen.“ Voraussichtlich Ende Januar werde die Omikron-Variante in Dänemark ihren Höhepunkt erreichen, prognostizierte die Expertin.

Tschechien

Die Zahl der Neuinfektionen in Tschechien war seit einem Rekordhoch Ende November zurückgegangen, hat diese Woche aber wieder zugenommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt derzeit 372. Insgesamt wurden in dem 10,7 Millionen Einwohner zählenden Land mehr als 2,5 Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle und 36.397 Todesfälle registriert.

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Die tschechische Regierung hat am Mittwoch die Verkürzung der Isolationszeit für positiv auf Corona getestete Personen auf fünf Tage beschlossen. Auch die Quarantänezeit für enge Kontaktpersonen von Infizierten soll verkürzt werden. Die Maßnahme wird am 11. Januar in Kraft treten, wie Gesundheitsminister Vlastimil Valek mitteilte. Das Ziel sei es, „den Zusammenbruch des Staates zu verhindern“.

Österreich

Auch in Österreich herrscht Omikron nun vor. Bezüglich der Sieben-Tage-Inzidenz liegen Deutschland und die Alpenrepublik recht dicht beieinander. Im Nachbarland haben sich in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner 365 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die Lage in den Kliniken ist noch verhältnismäßig entspannt. Um einem Zusammenbruch der Infrastruktur vorzubeugen, wurden etwa die Mitarbeitenden des Energieversorgers von Wien isoliert.

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Italien

In Italien gilt derzeit der Notstand. Das Auswärtige Amt stuft das Land als Hochrisikogebiet ein. „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Italien wird gewarnt“, schreibt die deutsche Behörde.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Italien beträgt derzeit 1494. Zu den absoluten Zahlen: Am Mittwoch hatte das Gesundheitsministerium des Landes laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters 189.109 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb der vergangenen sieben Tage verzeichnet das Land mehr als 900.000 neue Fälle. Italien hat 60,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

Italiens Regierung hat wegen der Pandemielage eine Corona-Impfpflicht für Menschen über 50 eingeführt. „Wir schreiten besonders in den Altersklassen ein, die mehr vom Risiko eines Krankenhausaufenthaltes betroffen sind, um den Druck von den Kliniken zu nehmen“, sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwochabend.

USA

In den USA ist Omikron ebenfalls seit kurz vor Weihnachten die dominante Variante. Mehr als vier Millionen Menschen haben sich in den vergangenen sieben Tage in den USA mit dem Coronavirus infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 1223. Die Zahl der Neuinfektionen in dem 330-Millionen-Einwohner-Land stieg zuletzt rasant auf mehrere Hunderttausend pro Tag.

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Die Gesundheitsbehörde CDC verkürzte vergangene Woche die empfohlene Isolationsdauer nach einer Corona-Infektion von zehn auf fünf Tage. Grund waren Erkenntnisse, dass die meisten Ansteckungen früh im Krankheitsverlauf stattfinden. Nach Ablauf der fünf Tage ist zum Beenden der Isolation kein Negativtest nötig. Unternehmen und Vertreter des Gesundheitswesens hatten gefordert, die Isolationszeit zu verkürzen, um Personalengpässe zu vermeiden.

China

Das bevölkerungsreichste Land der Welt hat die Pandemie laut eigenen Angaben gut im Griff. Bei knapp 1,4 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern vermeldet China nur 1322 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb der vergangenen sieben Tage.

Insgesamt hat China seit Beginn der Pandemie bis Mittwoch landesweit 102.932 Infektionen und 4636 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Doch die jüngsten Fälle zeigen, dass es auch mit der Null-Covid-Strategie bisher nicht gelungen ist, die Ausbreitung gänzlich in den Griff zu bekommen.

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Indien

Noch ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Indien niedrig: Sie liegt laut offiziellen Angaben bei 21. Allerdings: Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen hat sich dort innerhalb weniger Tage mehr als verdoppelt. In dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land gab es am Dienstag 58.000 gemeldete Neuinfektionen, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums in Neu Delhi am Mittwoch zeigten. Die Zahl für Samstag hatte bei rund 27.600 gelegen.

Indische Medien berichteten, dass sich Krankenhauspersonal in etlichen Bundesstaaten infiziert habe, Mitarbeitende seien aus dem Urlaub zurück in den Dienst gerufen worden.

Israel

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel einen Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, binnen 24 Stunden seien 12.554 neue Fälle registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Israel liegt bei 641.

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Angesichts der Ansteckungswelle mit der Omikron-Variante des Coronavirus werden in Israel seit dieser Woche vierte Impfungen an über 60-Jährige und medizinisches Personal verabreicht.

Nur rund 61 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. Dort werden dazu zweifach Geimpfte bis zu sechs Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Auffrischungsimpfung gezählt. 30 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft.

Argentinien

Argentinien hat am Mittwoch mehr als 80.000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages registriert – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Montag waren rund 44.400 Fälle registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 803.

Derzeit ist Argentinien das südamerikanische Land mit den anteilig meisten Corona-Neuinfektionen. Brasilien etwa gibt bei der Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von gerade einmal 28 an.

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Anfang Dezember hatte Argentinien seinen ersten Fall mit der Omikron-Variante gemeldet. Trotz Lieferschwierigkeiten bei den Vakzinen sind mehr als 70 Prozent der Argentinier und Argentinierinnen vollständig geimpft.

Südafrika

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Südafrika ist moderat: 104 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern meldet das Land, in dem die Omikron-Variante des Coronavirus zuerst entdeckt wurde.

Allerdings: Das Land befindet sich nun auf der niedrigsten der fünf Stufen des fast zwei Jahre geltenden Alarmsystems. Kurz vor Silvester wurde sogar die seit fast zwei Jahren geltende nächtliche Ausgangssperre zusammen mit weiteren Einschränkungen aufgehoben. „Omikron hat seinen Höhepunkt erreicht“, begründete das der zuständige Minister Mondli Gungubele. Es habe weder eine alarmierende Veränderung bei der Zahl der Krankenhauseinweisungen noch bei der Zahl der Todesfälle gegeben.

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Australien

Australien hat einen weiteren Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden seien 72.000 positive Testergebnisse registriert worden, erklärten die Behörden. Am Mittwoch wurden 64.000 Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Ende November lagen die Zahlen noch bei 1000 bis 1500 Neuinfektionen täglich.

Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt derzeit 1281. Seit Tagen verzeichnen die australischen Behörden vor allem wegen der Ausbreitung der ansteckenden Omikron-Variante immer neue Rekordwerte. Zuvor hatte Australien lange Zeit eine Null-Covid-Strategie gefahren, mit harten Einreisebeschränkungen und lokalen Lockdowns.

Auch Personal von Kliniken ist zum Teil in Isolation geschickt worden – und fehlt nun. Mancherorts seien Pflegende zum Dienst zurückgerufen worden, berichtet der australische „Guardian“.

RND/dpa/AP/saf

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