Schutz vor Affenpocken

Affenpocken in Großbritannien: Schon mehr als 1000 Impfdosen verabreicht

Die zweite Auffrischimpfung ist in den Impfstützpunkten des Landkreises erhältlich.

Ein Mensch wird geimpft. (Symbolfoto)

London. Britische Gesundheitsbehörden haben seit dem vermehrten Auftreten von Affenpocken-Fällen in dem Land bereits mehr als 1000 Dosen des Pockenimpfstoffs Imvanex an Kontaktpersonen verabreicht. Das teilte eine Sprecherin der UKHSA (UK Health Security Agency) am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Weitere 3500 Dosen seien auf Lager, fügte die Sprecherin hinzu.

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UKHSA-Chefin zu Affenpocken: „Auf ungewöhnliche Hautausschläge oder Veränderungen achten“

In Großbritannien wurden beim aktuellen Ausbruch bislang 56 Fälle von Affenpocken registriert. „Weil sich dieses Virus über engen Körperkontakt verbreitet, rufen wir alle auf, auf ungewöhnliche Hautausschläge oder Veränderungen zu achten“, sagte UKHSA-Chefin Susan Hopkins. Ein beträchtlicher Anteil der Fälle in Großbritannien und dem Rest Europas sei bei schwulen oder bisexuellen Männern aufgetreten. Daher rufe man diese besonders auf, auf entsprechende Symptome zu achten, sagte Hopkins.

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Großbritannien empfiehlt für enge Kontaktpersonen von Affenpocken-Infizierten eine dreiwöchige Quarantäne. Als Person mit hohem Infektionsrisiko gelte, wer entweder im selben Haushalt mit einer erkrankten Person lebe, mit einer solchen Geschlechtsverkehr gehabt oder deren Bettwäsche ohne Schutzkleidung gewechselt habe, hieß es in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde. Diese Gruppe soll demnach neben der Empfehlung zur Quarantäne auch die schützende Pockenimpfung erhalten. Vermieden werden solle insbesondere der Kontakt mit Schwangeren, Kindern unter zwölf Jahren sowie Menschen mit unterdrücktem Immunsystem.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt für Deutschland neuerdings eine Isolierung von Infizierten bis zum Abfall der Krusten, aber mindestens von 21 Tagen, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Für enge Kontakte empfehle man eine Quarantäne von 21 Tagen. Die Erkrankung geht mit Hautveränderungen einher, die verschiedene Stadien durchlaufen - letztlich verkrusten die Stellen.

RND/dpa

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