Singende Politiker auf Selfie: Mit diesen Apps erstellen Sie selbst ein animiertes Bild

Volker Wissing (FDP), Annalena Baerbock (Grüne), Christian Lindner (FDP) und Robert Habeck (Grüne, von links nach rechts) haben mit diesem Selfie unfreiwillig ihre Gesangskarriere gestartet.

Volker Wissing (FDP), Annalena Baerbock (Grüne), Christian Lindner (FDP) und Robert Habeck (Grüne, von links nach rechts) haben mit diesem Selfie unfreiwillig ihre Gesangskarriere gestartet.

Karaoke statt Koalitionsverhandlungen: Dass sie mit ihrem Selfie eine Lipsync-Karriere starten, damit hatten drei Politiker und eine Politikerin von den Grünen und der FDP wohl nicht gerechnet. Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck, FDP-Chef Christian Lindner und FDP-Generalsekretär Volker Wissing posteten vor einigen Tagen jeweils das gleiche Selfie auf ihren Instagram-Kanälen. Auf dem Bild sind alle vier zu sehen, wie sie mit einem subtilen Lächeln in die Kamera blicken.

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Schon die verschiedenen Filter, die die Politiker und die Politikerin nutzten, sorgten bei Twitter für Debatten. Ad adsurdum trieb es allerdings Nutzerin „Fotobiene“. Sie postete eine Animation des Selfies, auf dem die vier den Hit „We Are Family“ von Sister Sledge performen. Das kurze Video ging viral – und fand einige Nachahmerinnen und Nachahmer. Auf anderen animierten Fotos singen Wissing, Baerbock, Lindner und Habeck etwa „I Will Always Love You“ von Whitney Houston oder „Oops! ... I Did It Again“ von Britney Spears.

Selbst singendes Selfie erstellen: die passenden Apps

Wer lieber noch einen anderen Song von dem Quartett hören möchte, braucht nur die passende App dafür. Geeignet sind etwa Reface oder Avatarify. Zu bedienen sind sie denkbar einfach. Song auswählen, das gewünschte Foto hochladen und animieren lassen. Schon singen Lindner, Baerbock, Wissing und Habeck einem den Lieblingssong vor.

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Auch von der App Wombo kann man Gesichter animieren lassen – jedoch maximal zwei, die dann ein Duett singen und sich dabei unterschiedlich bewegen. Wer alle vier Politiker und Politikerinnen performen lassen möchte, sollte also zu einer anderen App greifen. Alle in diesem Artikel genannten Apps bieten Grundfunktionen wie das Animieren der Bilder kostenfrei an.

Technologie hinter Deepfakes

Wer Premiumfunktionen freischalten und keine Werbung oder kein Wasserzeichen auf den Videos sehen möchte, muss einen monatlichen oder jährlichen Beitrag zahlen. Reface, Avatarify und Wombo kann man in Apples App Store oder in Googles Play Store downloaden.

Die Technologie dahinter ist unter dem Stichwort Deepfakes bekannt geworden. „Deepfakes sind im Grunde künstliche Medien, die entweder vollständig von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder durch sie manipuliert wurden“, sagt Nina Schick im RND-Interview. Sie ist Expertin für Deepfakes und synthetische Medien sowie Cybersicherheit. Wie genau die Technologie funktioniert, erklärt RND-Videojournalistin Amandine Cormier in diesem Video:

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Deepfakes nicht immer nur für lustige Zwecke eingesetzt

Alles, was laut Expertin Schick für solche Deepfakes nötig ist, sind die richtigen Trainingsdaten für die KI. Das seien Fotos, Videos oder Audioaufnahmen. Schick unterscheidet zwischen gutartigen und bösartigen Anwendungen. Ein Beispiel für gutartige Anwendungen: „Die App Reface, mit der man etwa das eigene Gesicht in Filme wie ‚Titanic‘ einfügen kann.“

Doch nicht alle Menschen setzten Deepfakes ein, um lustige Videos zu kreieren. Die Technologie würde etwa auch dafür verwendet werden, um Frauen, die dem nie zugestimmt haben, in Pornofilme hineinzumontieren.

RND/saf

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