Stiftung Warentest: Nur vier Banking-Apps schneiden „gut“ ab

Interessante Komfortfunktionen von Banking-Apps sind etwa Push-Nachrichten zu Geldeingängen und Abbuchungen oder das automatische Vervollständigen von Einträgen bei Überweisungen.

Berlin. Gute Banking-Apps sind rar gesät. In einem Vergleich der Stiftung Warentest erhielten diese Note nur jeweils vier von 19 geprüften Android- und 19 geprüften iOS-Anwendungen („Finanztest“ – Ausgabe 6/20). Alle anderen Apps schnitten insgesamt „befriedigend“ oder „ausreichend“ ab.

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Die Apps mit guter Gesamtnote sind bei beiden Betriebssystemen dieselben: Zum einen die App der Sparkassen und die der GLS-Bank. Zum anderen die Anwendungen Finanzblick Online-Banking und Numbrs, mit denen sich Konten mehrerer Banken verwalten lassen – das sogenannte Multibanking. Es waren die einzigen beiden Drittanbieter-Apps im Test.

Die Hausbank-App ist kein Muss

Die Warentester raten Nutzerinnen und Nutzern, zu diesen Drittanbieter-Apps zu greifen, wenn eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllt sind: Sie sind mit der App ihrer Hausbank nicht zufrieden, diese wurde nicht gut getestet, oder die Hausbank-App bietet kein Multibanking, obwohl dieses benötigt wird.

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Allerdings mussten die Experten feststellen, dass es durch die neue EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) deutlich schwieriger geworden ist, Konten fremder Banken in andere Apps einzubinden.

Push-Nachricht bei Geldeingang

Interessante Komfortfunktionen von Banking-Apps, auf die Bankkundinnen und -kunden achten können, sind etwa Push-Nachrichten zu Geldeingängen und Abbuchungen oder das automatische Vervollständigen von Einträgen bei Überweisungen. Zudem ist es häufig möglich, sich Überweisungen durch das Abfotografieren von Überweisungsträgern oder QR-Codes oder durch das Laden von PDF-Rechnungen in die App zu erleichtern.

In Sachen Sicherheit gibt der Test Entwarnung: Alle Apps im Test sind demnach umfassend gegen Fremdangriffe geschützt. Sicherheitslücken, über die sich Hacker Zugang zu Bankdaten verschaffen könnten, fanden die Experten nicht.

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Werbetracker selbst beim Banking

Mittelpunkt der Testkriterien waren Funktionen und Handhabung. Trotzdem prüften die Experten auch Datenschutzerklärungen, Geschäftsbedingungen und das Datensendeverhalten der Apps und werteten das Ergebnis bei sehr deutlichen Mängeln um eine halbe Note ab.

Überrascht hat die Warentester in diesem Zusammenhang etwa, dass sich in den iOS-Versionen der Apps durchschnittlich mehr Werbetracker fanden als in den Android-Pendants. Trotzdem waren deutlich mehr als die Hälfte der getesteten Apps frei von Werbeeinblendungen.

RND/dpa

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