Kritik an Tweet

„Passwortcheck“: Tweet über Onlinetool sorgt für Kopfschütteln

Acht mindestens, gerne mehr: Je mehr Zeichen ein Passwort hat, desto sicherer ist es.

Acht mindestens, gerne mehr: Je mehr Zeichen ein Passwort hat, desto sicherer ist es.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben hat mit einem Tweet über die Onlineanwendung „Passwortcheck“ des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales für Kopfschütteln gesorgt. Die IHK Schwaben wies in einer Mitteilung auf Twitter auf das Tool hin, das nach Angaben des Ministeriums „das Passwort auf das Vorhandensein gängiger Zeichenfolgen, die ein Angreifer erwartet“ prüft. Sprich: Menschen sollen mit dem „Passwortcheck“ überprüfen können, wie sicher ihr Passwort ist. Nutzerinnen und Nutzer kritisierten die IHK jedoch scharf für den Tweet.

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Der Grund: Die Userinnen und User warnen, dass die Passwörter durch die Eingabe auf der Website in die Hände von Angreiferinnen und Angreifer gelangen können. Das Passwort werde durch Eingabe in einen Checker unsicherer, „da es nun ‚bekannt‘ ist und eventuell unsicher gespeichert wird“, kommentierte ein Nutzer den Tweet. Auch Samuel Schmid, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg, zeigt sich empört über das Tool: „Nein! Einfach nur nein! Man gibt sein Passwort niemals in irgendeinen ‚Passwortchecker‘ ein“, schrieb er auf Twitter.

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Ministerium: Passwörter werden „nie an den Server übermittelt“

Das bayerische Digitalministerium betont auf dessen Website, dass die beim „Passwortcheck“ eingegebenen Passwörter „nie an den Server übermittelt“ werden. „Alle Checks erfolgen lokal im Browser der Benutzerin oder des Benutzers“, heißt es. Doch die Nutzerinnen und Nutzer auf Twitter sind von dem Tool alles andere begeistert, einige haben den Tweet der IHK Schwaben auch bereits gemeldet.

Die IHK Schwaben hat die Diskussion um den Tweet „aufgegriffen und das Ministerium informiert“, wie sie auf Twitter mitteilte. Die Userinnen und User appellierten an die IHK, nicht auf das umstrittene Tool, sondern lieber auf Kriterien hinzuweisen, die ein Passwort sicherer machen – etwa die Länge und Zusammensetzung der Zeichen.

RND/bk

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