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Saterland

Zu Gast bei den Saterfriesen: Stephan Weil besucht kleinste Sprachminderheit Deutschlands

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD, M) steht klatschend neben dem Bürgermeister der Gemeinde Saterland Thomas Otto (r) und weiteren Gemeindemitgliedern.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD, M) steht klatschend neben dem Bürgermeister der Gemeinde Saterland Thomas Otto (r) und weiteren Gemeindemitgliedern.

Saterland.Hoher Besuch für die kleinste anerkannte Sprachminderheit Deutschlands: Am letzten Tag seiner Sommerreise durch Niedersachsen hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) einen Stopp im „Seelterlound“ (Saterland im Landkreis Cloppenburg) eingelegt und dabei auch ein paar Worte auf Saterfriesisch gelernt. Den altfriesischen Dialekt beherrschen nur noch rund 2000 Menschen in der Region – und die Gemeinde tut viel dafür, dass er nicht ausstirbt.

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In der Grundschule steht Saterfriesisch auf dem Lehrplan, die Volkstanzgruppe Saterland pflegt traditionelle Tänze und der Heimatverein „Seelter Bund“ gibt Sprachkurse für Kinder und Erwachsene. Seit Dezember vergangenen Jahres gibt es einen Saterfriesisch-Beauftragten. „Der ganze Ort pflegt hier sein Erbe und das möchte ich gerne unterstützen“, sagte Weil am Mittwoch.

ie Volkstanztruppe Saterland führt vor der Mühle Scharrel traditionelle Tänze auf.

ie Volkstanztruppe Saterland führt vor der Mühle Scharrel traditionelle Tänze auf.

Altfriesische Sprache bis heute bewahrt

Sprache sei gemeinschaftsstiftend. Als Hannoveraner werde er immer neidisch, wenn er auf Menschen stoße, die den gleichen Dialekt sprechen und dadurch direkt Gleichgesinnte treffen. „Es spricht alles dafür, dass man diese Sprache pflegt und sich dafür einsetzt, dass sie in den Alltag zurückkehrt.

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Durch die natürliche Abgeschiedenheit der früher beinah undurchdringlichen Moore, die einst das gesamte Saterland umschlossen, hat sich das Saterfriesische im Mittelalter entwickelt und wurde bis heute bewahrt. Die Förderung der niederdeutschen Sprache und des Saterfriesischen gehört zur Kulturförderung des Landes Niedersachsen. Beides wurde in die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprache aufgenommen.

Von RND/dpa

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