Betrieb geht aber weiter

Verbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel: Betreiber der Elbfähre ist insolvent

Die „Greenferry 1“ der Fährlinie Brunsbüttel-Cuxhaven hat erst im Frühjahr den Dienst aufgenommen.

Die „Greenferry 1“ der Fährlinie Brunsbüttel-Cuxhaven hat erst im Frühjahr den Dienst aufgenommen.

Cuxhaven/Brunsbüttel. Ein dreiviertel Jahr nach Inbetriebnahme der neuen Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven hat der Betreiber, die Elbferry GmbH & Co. KG, Insolvenz angemeldet. Der Antrag sei am Montag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit am Amtsgericht Cuxhaven gestellt worden, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter, Berend Böhme, am Dienstag. Der Fährbetrieb werde aber ohne Einschränkungen aufrechterhalten, sagte der Geschäftsführer der Elbferry GmbH & Co. KG, Heinrich Ahlers. Die 53 Beschäftigten seien am Dienstag über die Lage informiert worden.

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Als Grund für den Insolvenzantrag nannte Ahlers, dass die erhofften Corona-Hilfen ausgeblieben seien. Am Freitag habe die Härtefallkommission in Schleswig-Holstein einen abschlägigen Bescheid erteilt.

Rückblick, 1. März 2021: Passagiere und Fahrzeuge stehen auf der neuen Fähre «Greenferry I». Erstmals seit 2017 pendelte wieder eine Fähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel pendeln.

Rückblick, 1. März 2021: Passagiere und Fahrzeuge stehen auf der neuen Fähre «Greenferry I». Erstmals seit 2017 pendelte wieder eine Fähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel pendeln.

Im Drei-Stunden-Takt von SH nach Niedersachsen

Die Fähre „Greenferry I“ war am 1. März 2021 gestartet, sie fährt zwischen Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und Cuxhaven in Niedersachsen täglich im Drei-Stunden-Takt. Wegen der Corona-Beschränkungen war das Geschäft zu Ostern und Pfingsten nicht so wie von den Betreibern erhofft angelaufen. Ahlers sagte, als der Betrieb Ende 2020 geplant worden sei, sei nicht abzusehen gewesen, dass im Frühjahr 2021 keine volle Auslastung auf der Fähre möglich sein werde.

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Böhme betonte, die Sommermonate seien mit Gewinn abgeschlossen worden: „Die Fähre ist sehr positiv angenommen worden.“ Der vorläufige Insolvenzverwalter sagte, er werde die Politik zu einem runden Tisch einladen. „Der Fährbetrieb ist ein Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge“, betonte er. Die Politik müsse daher ein Interesse daran haben, die Fährverbindung aufrechtzuerhalten.

Vorherige Versuche sind nach kurzer Zeit gescheitert

Auf der 130 Meter langen, mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Fähre haben 150 Autos, 28 Lastwagen sowie 600 Personen Platz. Die vorherigen Versuche einer Elbfähre zwischen den beiden Städten waren nach kurzer Zeit gescheitert, der vorerst letzte Fährbetrieb wurde Ende 2017 eingestellt.

Von RND/dpa

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