Aurich

Schütteltod von Baby: Mutter muss drei Jahre ins Gefängnis

Zwei Leute betreten den Innenhof des Landgerichts Aurich in Niedersachsen.

Zwei Leute betreten den Innenhof des Landgerichts Aurich in Niedersachsen.

Aurich. Eine Mutter ist nach dem Schütteltod ihres nur wenige Monate alten Babys zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Aurich sah eine Körperverletzung mit Todesfolge als erwiesen an. Die Kammer sei nach der Beweisaufnahme zu dem Schluss gekommen, dass der Säugling „mehrfach und kräftig“ geschüttelt wurde, teilte ein Gerichtssprecher nach dem Urteil am Freitag mit.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zum Prozessauftakt Mitte April hatte die 34 Jahre alte Deutsche keine Angaben gemacht. Im Verlauf der Verhandlung hatte sie dann eingeräumt, das Mädchen geschüttelt zu haben (Aktenzeichen 11 Ks 2/19).

Verteidigung plädierte für Bewährungsstrafe

Der Anklage zufolge hatte die Frau im November 2017 in der ostfriesischen Gemeinde Filsum das Baby so stark geschüttelt, dass das kleine Mädchen später in einem Krankenhaus an den Verletzungen starb. Ärzte hatten bei dem Baby ein schweres Schütteltrauma festgestellt. Über das Motiv war zunächst nichts bekannt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit dem Urteil folgte das Gericht weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge von drei Jahren und acht Monaten gefordert hatte. Die Verteidigung hatte dagegen keinen Vorsatz gesehen und für eine Bewährungsstrafe bei einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von RND/dpa/Lennart Stock

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken