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Urteil in Aurich

Lange Haftstrafen nach Foltertod von 62-Jährigem

Prozess in Aurich: Die Täter hatten auf das Opfer eingeschlagen, um an dessen PIN-Nummer für seine EC-Karte zu kommen.

Prozess in Aurich: Die Täter hatten auf das Opfer eingeschlagen, um an dessen PIN-Nummer für seine EC-Karte zu kommen.

Aurich.Nach dem Foltertod eines 62-Jährigen in Aurich müssen die beiden Hauptangeklagten lange Zeit ins Gefängnis. Das Landgericht Aurich verurteilte am Montag einen 21-Jährigen zu 13 Jahren Jugendstrafe und seinen 46 Jahre alten Komplizen zu einer lebenslangen Haft. Wie ein Gerichtssprecher sagte, stellte die Kammer bei beiden die besondere Schwere der Schuld fest.

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Opfer wurde gequält und ertränkt

Die Männer sollen dem Opfer im April vergangenen Jahres zunächst im Streit die Geldbörse abgenommen haben. Später sollen sie Gewalt angewendet haben, damit der Mann die Geheimnummer seiner EC-Karte verrät. Weil der 62-Jährige sich weigerte, wurde er weiter verprügelt. Dabei benutzten die Täter auch einen Baseballschläger. Anschließend wurde der Verletzte in einer Badewanne mit heißem Wasser abgebraust und mit einem Handtuch gequält, das mit Wasser getränkt war. Das schwer verletzte Opfer wurde laut Obduktionsbericht ertränkt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Haupttäter von zwei weiteren Männern im Alter von 19 und 37 Jahren und zwei Frauen im Alter von 31 und 40 Jahren unterstützt wurden. Der 19-Jährige wurde wegen Beihilfe zum Mord zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Für den 37-Jährigen verhängten die Richter wegen unterlassener Hilfeleistung acht Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Die beiden Frauen erhielten wegen des gleichen Vorwurfs Geldstrafen.

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Von Christian Brahmann

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