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Kritik an Pandemie-Politik

„Kindheit und Jugend lassen sich nicht nachholen“: Expertin für Lockerungen bei Corona-Auflagen

Gunda Voigts, Professorin für Theorie und Praxis der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit an der HAW Hamburg, spricht während einer Pressekonferenz.

Gunda Voigts, Professorin für Theorie und Praxis der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit an der HAW Hamburg, spricht während einer Pressekonferenz.

Hannover.Die Kinder- und Jugendexpertin Gunda Voigts hat für eine Lockerung der Corona-Auflagen für junge Menschen geworben. „Weder Kindheit noch Jugend können nachgeholt werden“, sagte die Wissenschaftlerin von der HAW Hamburg am Montag im Corona-Sonderausschuss des niedersächsischen Landtages. Bisher würden Jugendliche ab 14 Jahre jedoch wie Erwachsene behandelt. „Das ist dringend zu ändern“, sagte Voigts. „Junge Menschen brauchen für ein gesundes Aufwachsen Kontakte zu Gleichaltrigen und die Option, ihr Leben außerhalb von Familie gestalten zu können.“

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Konkret forderte Voigts unter anderem die Öffnung der Schulen, gekoppelt an Tests und Hygienepläne. „Sie müssen die Schulen öffnen, und zwar nicht nur zu Zwecken des Unterrichts, sondern als Treffpunkt für junge Menschen“, appellierte sie an die Abgeordneten.

Expertin: Kontakte von Jugendlichen nicht auf Familie beschränken

Außerdem regte die Expertin an, die erlaubten Kontakte von Jugendlichen nicht auf die Familie zu beschränken. Stattdessen könne eine Gruppe von maximal fünf Gleichaltrigen als ein Hausstand definiert werden, schlug sie auch mit Blick auf mögliche zukünftige Pandemien vor.

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Der Epidemiologe Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig warb als Lehre aus der Corona-Krise dafür, unter anderem die Bevorratung etwa mit Mund-Nase-Masken, Kitteln und Desinfektionsmitteln aufzustocken sowie mehr Personal für den öffentlichen Gesundheitsdienst einzustellen.

Von RND/dpa/Christopher Weckwerth

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