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Schienenverkehr

Ins Bahnnetz fließen 750 Millionen Euro Investitionen

Bautrupps werden in diesem Jahr häufig auf den Strecken in Niedersachsen unterwegs sein.

Bautrupps werden in diesem Jahr häufig auf den Strecken in Niedersachsen unterwegs sein.

Hannover.Rund 750 Millionen Euro umfasst das Bauprogramm für die Infrastruktur der Bahn im laufenden Jahr in Niedersachsen und Bremen. „Um pünktlich und zuverlässig unterwegs zu sein, müssen wir weiter in das Netz investieren“, sagt Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte für die beiden Bundesländer. Weil Strecken gesperrt, Umleitungen gefahren und Fahrzeiten verlängert werden müssen, werden die Reisenden die Auswirkungen spüren – allerdings laut Herbort nicht so drastisch wie früher.

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Expertenteams sollen Verkehrsfluss verbessern

„Durch ein verbessertes Management der Baustellen haben die Beeinträchtigungen durch das Bauen gegenüber 2017 um ein Viertel abgenommen“, erklärt Herbort. Gemeinsam mit einem eingerichteten Lagezentrum Bau kümmern kümmerten sich 100 Mitarbeiter darum, Maßnahmen für weniger Verspätungen zu entwickeln. Außerdem wolle die Bahn den Verkehrsfluss auf stark ausgelasteten Strecken durch Expertenteams besser steuern.

Von den 750 Millionen Euro kommen rund zwei Drittel vom Bund, der Rest aus anderen Quellen wie etwa der Europäischen Union. Umfangreichste Baustelle ist die Sanierung der Schnellfahrstrecke Hannover-Göttingen von Juni bis Dezember. Dafür muss die Nord-Süd-Achse komplett gesperrt werden; die Fernzüge rollen stattdessen durch das Leinetal und sind bis zu 45 Minuten länger unterwegs.

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Neues Gleis im Norden

Ganz im Norden beginnt der Ausbau der Verbindung zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven, die zwischen Sande und der Küstenstadt auf zwei Gleise erweitert wird. Sanierungen stehen unter anderem im Frühjahr auf der Emslandstrecke zwischen Meppen und Salzbergen sowie zwischen Leer und Oldenburg an. Hannover bekommt weiterhin die Auswirkungen der im vergangenen Jahr gestarteten Sanierung der Eisenbahnbrücke Königstraße direkt am Hauptbahnhof zu spüren. Sie muss in den Osterferien und Ende Juli jeweils für einige Tage gesperrt werden. Um den Eisenbahnknoten Hamburg zu entlasten und die Streckenkapazität insbesondere für Güterzüge zu verbessern, lässt die Bahn zwischen dem Rangierbahnhof Maschen und Hamburg-Harburg ein zusätzliches Gleis anlegen. Es soll im Sommer betriebsbereit sein.

Einen Extratopf hat die Bahn für Bahnhofsmodernisierungen reserviert. Am umfangreichsten geschieht dies in Osnabrück, aber auch Provinzstationen wie diejenige in Weener an der holländischen Grenze befinden sich im Programm. In Jaderburg bei Wilhelmshaven wird ein einst stillgelegter Bahnhof wieder ans Netz genommen.

Von Bernd Haase

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