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Rechte Szene

Heisenhof in Dörverden soll abgerissen werden

Das als Treffpunkt für die rechte Szene bekanntgewordene Anwesen steht seit Monaten zum Verkauf, bisher will es niemand haben.

Das als Treffpunkt für die rechte Szene bekanntgewordene Anwesen steht seit Monaten zum Verkauf, bisher will es niemand haben.

Dörverden.Der als Treffpunkt für die rechte Szene bekanntgewordene Heisenhof in Dörverden soll nach langem Tauziehen abgerissen werden. Der Landkreis Verden lasse derzeit die Kosten für den Abriss ermitteln, um diese den Eigentümern vorab in Rechnung zu stellen, sagte der Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt beim Landkreis Verden, Volker Lück. Trotz einer für das Anwesen auf einem ehemaligem Bundeswehrgelände bereits seit langem bestehenden Abrissverfügung haben die Eigentümer diese bislang nicht umgesetzt. Deswegen will nun der Kreis tätig werden.

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Eigentümerin will verkaufen

Die Eigentümerin Barbara Meyer selber setzt allerdings weiterhin auf einen Verkauf des Heisenhofs, wie sie der Deutschen Presse-Agentur sagte. Obwohl auch ein neuer Eigentümer die Gebäude abreißen müsste, bietet sie den Heisenhof bereits seit längerem für 500.000 Euro zum Verkauf an. Einzelne Interessenten hätten sich gemeldet, geworden ist daraus aber nichts.

Der Heisenhof in Dörverden steht leer. Der als Treffpunkt für die rechte Szene bekanntgewordene Heisenhof wird trotz Abrissverfügung für 500.000 Euro zum Verkauf angeboten.

Der Heisenhof in Dörverden steht leer. Der als Treffpunkt für die rechte Szene bekanntgewordene Heisenhof wird trotz Abrissverfügung für 500.000 Euro zum Verkauf angeboten.

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Meyer hatte den Heisenhof 2011 gekauft und Konzepte für eine neue Nutzung, etwa als Gesundheits- und Wellnesszentrum präsentiert. Die Behörden aber pochen auf einen Abriss. Mit der Auflösung des Bundeswehrstandortes sei die Baugenehmigung erloschen, der Komplex nach jahrelangem Leerstand ohnehin in schlechtem Zustand, heißt es. Ein landwirtschaftlicher Betrieb wäre auf dem Gelände möglich, für vieles andere bräuchte es einen Bebauungsplan.

Heisenhof sollte rechtes Schulungszentrum werden

Das rund 22.000 Quadratmeter große Heisenhof-Anwesen hatte in den vergangenen Jahren Schlagzeilen gemacht. Im Jahr 2004 kaufte der rechtsextreme Anwalt Jürgen Rieger über seine in London ansässige „Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation“ das Anwesen, um dort ein rechtes Schulungszentrum aufzubauen. Nach Riegers Tod im Jahr 2009 zerschlugen sich die umstrittenen Pläne, Meyer kaufte das Anwesen.

Von RND/dpa/güm

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