Schieß- und Sprengübungen

Bundeswehr breitet Testbetrieb im Emsland nach Moorbrand weiter aus

Auf dem Gelände der Bundeswehr in Meppen war 2018 ein Moorbrand ausgebrochen, der viele Einsatzkräfte Monate lang beschäftigte.

Auf dem Gelände der Bundeswehr in Meppen war 2018 ein Moorbrand ausgebrochen, der viele Einsatzkräfte Monate lang beschäftigte.

Meppen. Ein knappes Jahr nach dem Ausbruch eines Moorbrandes auf einem Waffentestgelände im Emsland nördlich von Meppen hat die Bundeswehr ihren Testbetrieb erneut ausgeweitet. Schieß- und Sprengübungen sind damit wieder nördlich des naturgeschützten Moorgeländes möglich. Im Moor selber soll vorerst nicht getestet werden. Die Ausweitung gilt seit Montag. Mit diesem Tag sperrte die Bundeswehr in der Region aus Sicherheitsgründen einige Straßen.

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So waren die Straße zwischen Lathen, Sögel und Renkenberge sowie die Verbindung zwischen Werpeloh und Wippingen am Vor- und Nachmittag für den allgemeinen Verkehr gesperrt, wie die Bundeswehr auf ihrer Webseite mitteilte. Die gesperrten Straßen sollten halbstündlich für den Verkehr geöffnet werden. Die Ausweitung des Betriebs hatte die Bundeswehr bereits vor einem Monat angekündigt.

Moorbrand löst Katastrophenalarm aus

Auf dem Testgelände brach vor knapp einem Jahr, am 3. September 2018, bei einem Raketentest ein Moorbrand aus, der erst nach mehr als einen Monat gelöscht war. Zeitweise herrschte wegen der gewaltigen Rauchentwicklung Katastrophenalarm in benachbarten Gemeinden. Die Bundeswehr musste auf die Mithilfe von Feuerwehren aus ganz Niedersachsen und des Technischen Hilfswerks zurückgreifen, um den Brand in den Griff zu bekommen. Der Testbetrieb war daraufhin zunächst ausgesetzt worden.

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Seit Anfang des Jahres wird der Testbetrieb schrittweise ausgedehnt. Eine Wiederaufnahme des Testbetriebs in vollem Umfang ist derzeit noch nicht geplant. Moorgebiete sind nach wie vor ausgenommen.

Konsequenzen des Feuers

Bei jedem Erprobungsvorhaben solle es im Vorfeld eine Einzelfallprüfung geben, hatte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums im vergangenen Monat versprochen. Sollte die Brandgefahr zu hoch sein, werde der geplante Versuch auf einen anderen Tag verschoben. Eine Anfrage an die Bundeswehr, ob tatsächlich schon am Montag Tests durchgeführt wurden, blieb zunächst unbeantwortet.

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Von RND/lni

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