Zusammenschluss verschoben

ADAC-Regionalclubs im Nordosten vertagen Fusion

Die Fusion der ADAC-Regionalclubs Hansa und Niedersachsen/Sachsen-Anhalt liegt vorerst auf Eis.

Die Fusion der ADAC-Regionalclubs Hansa und Niedersachsen/Sachsen-Anhalt liegt vorerst auf Eis.

Embsen. Eine geplante Fusion der beiden ADAC-Regionalclubs Hansa und Niedersachsen/Sachsen-Anhalt ist vertagt worden. Es habe bei einigen Fragen noch Klärungsbedarf gegeben, sagte eine Sprecherin. Delegierte und Mitglieder beider Clubs hatten sich am Samstag in Embsen im Landkreis Lüneburg getroffen. Nach ordentlichen Mitgliederversammlungen, bei denen die Angehörigen des jeweils anderen Clubs als Gäste dabei waren, stimmte zunächst der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt einstimmig für die Fusion mit dem ADAC Hansa.

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Bei den Hansa-Mitgliedern habe es dann noch Redebedarf zur geplanten Fusion gegeben, sagte die niedersächsische ADAC-Sprecherin Alexandra Kruse am Sonntag. Bei der anschließenden Hansa-Abstimmung über die Verschmelzung beider Clubs wurden mehr Stimmen abgegeben als Stimmberechtigte da waren. Daher wurde diese Abstimmung als ungültig erklärt.

ADAC spricht von historischer Entscheidung

„Es ist schade, dass wir es gestern nicht geschafft haben“, sagte der Sprecher von ADAC Hansa, Christian Hieff, am Sonntag. Der Verband muss jetzt erneut zu einer Delegiertenversammlung und Abstimmung einladen. Dies hat mindestens einen Vorlauf von sechs Wochen. „Wir hoffen, dass unsere Mitglieder dann unserem Vorschlag zustimmen“, sagte Hieff. Es handele sich um eine historische Entscheidung.

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Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt muss aber nicht erneut abstimmen. Nach Angaben seiner Sprecherin soll der fusionierte Verband an wirtschaftlicher Stärke gewinnen. „Gründe für die Fusion, die es in dieser Größenordnung bisher weder im ADAC noch sonst in Deutschland gegeben hat, sind vor allem der demografische und der Mobilitätswandel sowie die zunehmende Digitalisierung“, sagte Kruse.

Was ändert sich für die ADAC-Mitglieder?

Für die Mitglieder werde sich nichts ändern. Bei den Kernthemen wie Pannenhilfe, Luftrettung und Verkehrssicherheitsarbeit werde es keine Abstriche geben. Der bisherige ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt zählt rund 1,47 Millionen Mitglieder. Der geplante ADAC Nord-Ost soll mit mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern der zweitgrößte Regionalclub im ADAC sein - vorausgesetzt die Hansa-Mitglieder stimmen noch zu.

Die knapp 300 Arbeitsplätze in den Verwaltungssitzen in Hamburg und Laatzen bei Hannover sowie in den 17 Geschäftsstellen sollen der Sprecherin zufolge erhalten bleiben. Lediglich die Strukturen würden angepasst und die Zusammenarbeit ausgebaut. Einzugsgebiet des neuen Regionalclubs wären die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Teile Niedersachsens.

Von RND/dpa

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