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Mia geht, Alexa geht nicht

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09:00 23.09.2020
Die Beckhams nannten ihren Sohn „Brooklyn“. Quelle: picture alliance / dpa
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Das Kind muss einen Namen haben, und deshalb gibt es die Onomastik. Das ist keine schlimme Krankheit, sondern der Begriff für die Namensforschung. Die Onomastik sagt: In der Liste der beliebtesten Mädchennamen lag „Mia“ vergangenes Jahr auf Rang 3 und ist Anfang 2020 auf Rang 1 hochgerutscht. Vermutlich hat das etwas mit der Fußball-Mannschaft von Bayern München zu tun, die ihr Selbstbewusstsein gern mit dem Satz „Mia san mia“ ausdrückt.

Ein anderer Name ist dagegen aus praktischen Gründen in der Beliebtheitsliste abgerutscht: Alexa. Niemand möchte, dass sich jedesmal der Computer einschaltet, wenn er sein Kind ruft. „Brooklyn“ war vor einigen Jahren in Mode gekommen, weil Victoria und David Beckham ihren Sohn so genannt haben – angeblich, weil er in dem New Yorker Stadtteil Brooklyn gezeugt worden sein soll. Das Verfahren haben einige kopiert und ihre Töchter Paris oder Sydney genannt. Übrigens: Werdende Eltern können bei der Gesellschaft für deutsche Sprache ein Gutachten für das Standesamt in Auftrag geben. Dort erfahren sie, ob „Hotel zur Kastanie, Zimmer 314“ als Vorname durchgehen würde.

Von Matthias Preß