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10:51 11.03.2020
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Tokio

Haruyuki Takahashi hatte der US-Zeitung "Wall Street Journal" laut japanischen Berichten gesagt, eine Verschiebung um zwei Jahre wegen des Coronavirus sei realistischer als eine Absage. Dazu erklärte das Organisationskomittee am Donnerstag nach Rücksprache mit Takahashi, er habe nach eigenen Aussagen "unachtsam seine persönliche Meinung in Antwort auf eine hypothetische Frage" abgegeben. Wie IOC-Präsident Thomas Bach kürzlich schon gesagt habe, erwägten weder das IOC noch das Organisationskomitee eine Verschiebung oder Absage der Spiele.

"Ich denke nicht, dass die Spiele abgesagt werden könnten, es würde eine Verschiebung sein", hatte Takahashi den Berichten zufolge gesagt. Eine Verschiebung um zwei Jahre wäre für die Organisatoren einfacher zu arrangieren, da die Sportveranstaltungen in Europa und den USA im kommenden Jahr schon weitgehend feststünden.

Zudem hätten amerikanische Fernsehanstalten bereits riesige Summen für die Übertragungsrechte der Tokioter Spiele gezahlt für einen Zeitraum, in dem es keine Überschneidungen mit anderen großen Sportevents gebe, sagte Takahashi. Das Organisationskomitee habe aber noch nicht über die Auswirkungen des Coronavirus beraten. Man werde ab April beginnen, darüber zu sprechen, wurde er weiter zitiert.

Das Komittee, bei dem Takahashi im Vorstand sitzt, stellte jedoch klar, dass man die Vorbereitungen für "sichere" Spiele, die wie geplant am 24. Juli dieses Jahres eröffneten, fortsetze. Auch Bach hatte vor wenigen Tagen gesagt: "Das IOC setzt sich weiterhin voll und ganz für den Erfolg der Olympischen Spiele ein". Bachs Sprecher Mark Adams fügte hinzu: "Wir gehen davon aus, dass die Spiele am 24. Juli beginnen. Alle Ratschläge der Weltgesundheitsorganisation sind, dass die Spiele stattfinden können."

dpa

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