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Freischießen Bürgerkönig Arnd Laskowski: „Gänsehaut von Kopf bis Fuß“
Thema Specials Freischießen Bürgerkönig Arnd Laskowski: „Gänsehaut von Kopf bis Fuß“
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13:42 04.07.2018
Adjutant Jörg Buchberger, Gilde-Hauptmann Andreas Höver, Königs-Gattin Nicole Laskowski, Bürgerkönig Arnd Laskowski, Bürgerschaffer Hans-Peter Männer und Landrat Franz Einhaus.
Adjutant Jörg Buchberger, Gilde-Hauptmann Andreas Höver, Königs-Gattin Nicole Laskowski, Bürgerkönig Arnd Laskowski, Bürgerschaffer Hans-Peter Männer und Landrat Franz Einhaus. Quelle: Michael Lieb
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Peine

Für Gilde-Hauptmann Andreas Höver war das Ausrichten des Frühstücks praktisch schon Routine, denn mit Laskowski stellt sie nach Bernd Becker, Alexander Kottke und Andreas Konschak bereits den vierten Bürgerkönig in Folge.

Alle Korporationen, alle Teilnehmer, alle Gäste – das Peiner Freischießen 2018.

Bürgerschaffer Hans-Peter Männer sagte, Laskowski habe den Titel unbedingt haben wollen und alles dafür getan. Nun, da er Bürgerkönig geworden ist, fühle er sich in Peine angekommen, obwohl er nicht mit Fuhsewasser getauft ist.

Laskowski: „Unglaublich!“

„Unglaublich“ – so fasste Laskowski seine Emotionen in seiner Rede in einem Wort zusammen. „Als Bürgermeister Klaus Saemann bei der Proklamation vor dem Alten Rathaus anfing den neuen Bürgerkönig zu beschreiben und mir klar wurde, dass ich es sein könnte, hatte ich Gänsehaut von Kopf bis Fuß.

Gilde-Hauptmann Höver gratulierte seiner Majestät, Arnd I., die exzellente Schießkünste bewiesen habe. Er habe immer noch den Satz der Bürgerkönigs-Gattin im Kopf, die einmal gesagt habe: „Wenn der Arnd sich etwas vornimmt, dann schafft er es auch.“

Zweite Königswürde in Folge

Auch Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) gratulierte dem frisch gebackenen Bürgerkönig: „Lieber Arnd, Du bist erst seit 2014 Mitglied der Schützengilde, aber Deinem diesjährigen Schuss verdankst Du bereits die zweite Königswürde in Folge. Im letzten Jahr nämlich hast Du die Würde des kleinen Königs errungen. In diesem Jahr holst Du mit Deinem Schuss die Bürgerkönigswürde erneut und somit zum vierten Mal in Folge in die Schützengilde. Respekt!“

Saemann nutzte zudem die Gelegenheit, zwei wichtige Themen der Stadt Peine anzusprechen: Zum einen die Ansiedlung des neuen Logistikzentrums des Discounters „Action“, mit der rund 800 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. Der Verkaufspreis des Grundstücks im Gewerbegebiet Peine-Ost habe ihm und dem Kämmerer „für einen kleinen Moment ein Lächeln ins Gesicht gezaubert“.

Bürgermeister äußerte sich zum Lindenquartier

Das zweite Thema war das Lindenquartier, eine geplante Einkaufspassage mit Wohnungen, Gastronomie und Büros auf dem ehemaligen Hertie/City-Center-Gelände. Er wolle nicht zu viel versprechen, könne aber schon sagen, dass die seit Januar geführten Gespräche mit dem Investor THI aus Hannover bereits jetzt befruchtender waren, als die nahezu zwei Jahre andauernden zähen Verhandlungen mit dem zuvor abgesprungenen Investor OFB (PAZ berichtete).

Hierzu merkte Bürgerschaffer Männer an, dass er sich einen guten Verlauf des Investitions-Projekt zum Wohle der Stadt Peine wünsche. Das veränderte Konsumverhalten der Menschen, die immer mehr im Internet statt im stationären Handel kauften, habe schon oftmals derartige Planungen infrage gestellt.

Grußworte überbrachte auch Landrat Franz Einhaus (SPD), der im Weiteren den Werdegang des Projekts „Kreishaus II“ skizzierte, da er immer noch oft darauf angesprochen werde, warum dieses nicht in der Innenstadt, sondern an der Werner-Nordmeyer-Straße gebaut werde. Auch zum Thema Breitbandausbau äußerte es sich. Er sprach sich dafür aus, dass sämtliche weiße Flecken im Kreis mit Glasfaser bis vor die Haustür erschlossen werden müssten.

Weitere Redner waren Christopher Selle vom Bürger-Jäger-Corps und der katholische Pfarrer Hendrik Rust, bevor die Vertreter der Korporationen einmarschierten und den folgenden bunten Umzug damit einläuteten.

Von Michael Lieb