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Corona: News aus Peine Coronakrise: Landkreis ordnet verschärfte Vorschriften an
Thema Specials Corona: News aus Peine Coronakrise: Landkreis ordnet verschärfte Vorschriften an
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18:11 19.03.2020
Symbolbild: Unter anderem in Supermärkten müssen Kunden einen Mindestabstand einhalten. Quelle: Archiv
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Kreis Peine

Der Landkreis Peine hat im Rahmen der Corona-Krise mehrere Allgemeinverfügungen erlassen. Unter anderem in Pflegeeinrichtungen, Supermärkten, Restaurants und Hotels gelten ab sofort verschärfte Vorschriften, um eine Verbreitung des Virus einzudämmen.

Eine Verfügung betrifft Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Heime für ältere Menschen, Pflegebedürftige oder Menschen mit Behinderungen. Um Patienten und Personal vor einer Infizierung mit dem Coronavirus zu schützen, müssen Besuchs- und Betretungsverbote ausgesprochen werden. Ausnahmen sind in mitunter Väter von Neugeborenen, Eltern von Kindern auf Stationen und enge Angehörige von Palliativpatienten. Kantinen, Caféterien oder andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Patienten und Besucher müssen schließen. Der Betrieb für alle Einrichtungen der Tagespflege wird verboten, ausgenommen ist die Notbetreuung in kleinen Gruppen.

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Hygienevorschriften bei der täglichen Versorgung

Noch geöffnete Einrichtungen wie Supermärkte, Tankstellen, Banken und Apotheken müssen sicherstellen, dass alle Mitarbeiter, die an der Kasse tätig sind, Einmalhandschuhe tragen, die alle zwei Stunden gewechselt werden müssen. Um Warteschlangen zu vermeiden, sollen so viele Kassen wie möglich geöffnet werden. Zahlvorgänge sollen möglichst kontaktlos per Karte oder Handy erfolgen.

In den Warteschlangen sollen Kunden mindestens zwei Meter Abstand voneinander halten. Im Lebensmitteleinzelhandel dürfen nur Kunden den Laden betreten, die einen Einkaufswagen benutzen. Unter anderem Griffe von Einkaufswagen, Touchscreens und Türgriffe sind regelmäßig zu desinfizieren.

Keine touristische Beherbergung

Eine weitere Verfügung betrifft Betreiber von Hotels, Herbergen, Campingplätzen, Vermieter von Ferienwohnungen und ähnlichen Einrichtungen. Zu touristischen Zwecken dürfen keine Personen mehr beherbergt werden. Dies gilt auch für Betreiber von präventiven Reha-Einrichtungen. Anschluss-Heilbehandlungen sind hiervon ausgenommen. Bereits beherbergte Personen haben ihre Rückreise möglichst bis zum 23. März, spätestens bis zum 25. März vorzunehmen.

Restaurants, Gaststätten und Mensen dürfen nur unter der Voraussetzung geöffnet werden, dass die Plätze für die Gäste so angeordnet sind, dass ein Abstand von mindestens zwei Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist und die Gäste zueinander einen ausreichenden Abstand halten. Die Öffnungszeiten sind auf frühestens 6 Uhr und bis spätestens 18 Uhr beschränkt.

Einschränkungen in Behinderten-Werkstätten

Einrichtungen für behinderte Menschen dürfen von den dort Beschäftigten und Betreuten nicht betreten werden, sofern sie sich in einer betreuten Unterkunft befinden, bei Eltern oder Erziehungsberechtigten wohnen oder sich selbst versorgen können. Ausgenommen sind Menschen mit Behinderung, die eine Betreuung benötigen. Falls nicht anders möglich, muss eine Notbetreuung eingerichtet werden.

Das Betretungsverbot gilt nicht für Betriebsbereiche von Werkstätten für behinderte Menschen, die im Zusammenhang mit medizinischen oder für die Pflege relevanten Produkten, Leistungen oder Unterstützungsarbeiten durchführen, hierzu zählen auch Wäschereien. Auch gilt das Verbot nicht, wenn der Betriebsbereich Einrichtungen mit Speisen versorgt.

Alle Allgemeinverfügungen gelten ab sofort bis einschließlich Samstag, 18. April. Eine Verlängerung ist laut dem Landkreis möglich.

Von der Redaktion

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