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Stadt Peine Zwischen Kochtopf und Pauke: Das ist der Walzwerker-König Jan Ole Rommel
Stadt Peine Zwischen Kochtopf und Pauke: Das ist der Walzwerker-König Jan Ole Rommel
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19:53 11.10.2019
Jedes Jahr fragte der 20-Jährige seinen Vater, ob er „draufhalten“ darf. Er durfte. Quelle: Ralf Büchler
Peine

Jan Ole Rommel ist bereits mit elf Jahren in den Peiner Walzwerker Verein eingetreten. Inspiriert durch seine Eltern, die seinerzeit beide im Spielmannszug aktiv waren, plaudert der 20 Jahre alte König über seine Anfänge. „Ich bin irgendwann mal mit zum Üben gegangen, weil ich musste ja schauen, welches Instrument für mich in Frage kommt.“

Sofort habe es ihm die große Trommel, also die Pauke, angetan. Doch ein Knirps mit elf Jahren und die große Trommel, dass passte irgendwie nicht zusammen, fand der Spielmannszug damals. Zum Glück hatte man sich dann doch anders entschieden, eine passende Pauke gekauft und Jan Ole einen Trainer zur Seite gestellt.

Das hat sich gelohnt, denn bis heute ist der Auszubildende zum Beikoch mit Herzblut dabei – und das obwohl er gar keine Noten lesen kann. „Kann ich einfach nicht, aber ich höre einen Marsch drei, vier Mal und kann ihn dann spielen“, verrät Rommel, der zusätzlich auch den Spielmannszug Bülten mit seinem Können unterstützt.

Rommel war schon drei Mal Jugendkönig

Neben der Musik begeistert er sich für das Sportschießen. So errang er bereits drei Mal (2013 bis 2015) die Würde des Jugendkönigs im Peiner Walzwerker Verein. „Seit meinem 18. Lebensjahr versuche ich, König unserer Korporation zu werden. Doch, dass es wirklich klappt, damit habe ich nun gar nicht gerechnet“, denkt er an seine Proklamation zurück. Verkneifen kann er sich aber nicht zu erwähnen, dass sein Vater – Adjutant Thorsten Rommel – es schon seit 28 Jahren versucht.

Vater gab Okay zum „Draufhalten“

Bei seinem ersten Königsschießen errang er gleich den dritten Platz. In diesem Jahr waren es drei Nagel – einer davon reichte, um alle anderen Korporationsmitglieder zu übertrumpfen. „Ich habe natürlich jedes Jahr meinen Vater gefragt, ob ich draufhalten kann. So als Azubi kann man sich das ja nicht unbedingt leisten“, macht Rommel deutlich und zeigt sich sehr dankbar für das „Ja“ von Vater Thorsten.

Auf die Frage, ob er seine Gefühle während der Proklamation beschreiben kann schießt es aus dem König heraus: „Ja, das war total lustig, auf einmal war mir klar ,Moment mal, das bin ja ich’!“ Ein Augenblick der absoluten Freude. „Ich dachte, ich kippe gleich um!“

„Freischießen ist mehr als Biertrinken“

Dass Jan Ole Walzwerker durch und durch ist, sieht man auch daran, dass er seinen Verein als Chargierter unterstützt. „Da übernimmt man zum Beispiel Zeltdienste und ist bei den Korporationsbesuchen am Peiner Freischießen dabei“, erklärt er.

Begeisterung für „das“ Peiner Brauchtum zu versprühen, sieht Rommel ein wenig als seine Mission an: „Ich kann jedem nur raten, einer Korporation beizutreten und das ganze Freischießen einmal kennenzulernen. Der Zusammenhalt und die Aktivitäten das ganze Jahr über – und auch zeigen, dass Freischießen viel mehr ist als Biertrinken und Karussellfahren.“

Seinen Königsball feiert Jan Ole Rommel am Samstag, 12. Oktober, zusammen mit seiner Korporation ab 20 Uhr im Bürger-Jäger-Heim.

Von Kathrin Bolte

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