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Stadt Peine Zu wenig Lehrer: Eltern klagen über Grundschule in der Südstadt
Stadt Peine Zu wenig Lehrer: Eltern klagen über Grundschule in der Südstadt
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00:20 01.04.2019
Semanur Karahan, Irina Mierau und Nadine Raeck sorgen sich um die schulische Versorgung der Kinder an der Grundschule in der Südstadt. Quelle: Antje Ehlers
Peine

In einem Brief an die PAZ hat Irina Mierau auf die Missstände in der Grundschule hingewiesen, die im vergangenen Jahr als RTL-Kinderhaus ausgezeichnet wurde. „Im Laufe des Februars hatte unsere Klasse drei Mathelehrer, drei Deutschlehrer und drei Englischlehrer in der Woche gehabt. Wer gerade verfügbar ist, der kommt. Die Kinder wissen nicht, welcher Lehrer an welchem Tag kommt“, heißt es in dem Schreiben. Bereits seit der ersten Klasse hätte es in der Klassenleitung mehrere Wechsel gegeben. Auch zwei weitere Lehrkräfte seien jetzt im Ruhestand – ohne Ersatz. Im Februar sei an drei Tagen die Not so groß gewesen, dass in allen Klassen jeweils eine Stunde Unterricht ausgefallen sei.

„Hilfeschrei“ an Politik

Die Eltern betonen, dass sich der Brief nicht gegen die Grundschule oder die Schulleitung richte, sondern als „Hilfeschrei an die Politik“ zu verstehen sei.

Der Niedersächsischen Landesschulbehörde ist die Situation an der Schule bekannt. „Ausgeschriebene Stellen zum 1. Februar konnten aufgrund fehlender Bewerbungen nicht besetzt werden. Durch Abordnungen von benachbarten Schulen konnten wir aber einen Großteil der fehlenden Stunden kompensieren. (...) Stellenbesetzungen lassen sich aber nun mal in dieser Situation nicht erzwingen“, antwortet Bianca Schöneich, Pressesprecherin der Behörde, auf Nachfrage. Weitere Abordnungen seien derzeit unter anderem aus Krankheitsgründen und Mangel an Vertretungslehrkräften nicht möglich.

Kritik an Landesschulbehörde

Keine leichte Situation für Susann Gödecke, Rektorin der Grundschule. „Der Februar war für uns besonders schwierig, da wir zwar Abordnungen von Gymnasien erhalten haben, einige der Kollegen jedoch krank wurden und teilweise länger ausgefallen sind“, berichtet sie. Mittlerweile spiele sich die Situation in der Schule ein, obwohl die Gestaltung eines Stundenplans unter den gegebenen Bedingungen mit den Abordnungen eine Herausforderung sei. „Ich gehe davon aus, dass jetzt Ruhe einkehrt“, so Goedecke. Dabei übt die Rektorin auch Kritik an der Landesschulbehörde: „Die Stellen wurden zwar ausgeschrieben, konnten aber nicht besetzt werden. Die Ausschreibung erfolgte parallel zu Stellen in Städten, die möglicherweise attraktiver sind als Peine “, erklärt Susann Goedecke. Hier könne die Landesschulbehörde regulierend wirken.

Von Antje Ehlers

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