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Stadt Peine Fotobeweis: Wolf zieht durch den Landkreis Peine
Stadt Peine Fotobeweis: Wolf zieht durch den Landkreis Peine
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00:20 29.04.2019
Familie Reinwardt sah diesen Wolf zwischen Groß Ilsede und Gadenstedt und fotografierte ihn. Quelle: privat
Kreis Peine

Lange gab es nur Mutmaßungen, doch jetzt auch einen Fotobeweis: Im Peiner Land ist ein Wolf unterwegs. Das Raubtier wurde am Mittwoch zwischen Gadenstedt und Oberg gesichtet und von mehren Personen fotografiert.

Auch der Peiner Wolfsberater Lüder Richter ist sich sicher: „Ja, ich gehe fest davon aus, dass es sich bei der Sichtung um einen Wolf gehandelt hat“, erklärte er auf PAZ-Anfrage. „Ich war schon vor Ort und konnte auch eine längere wolfstypische Fährte entdecken.“

Kuriose Begegnung

Zudem berichteten drei Personen unabhängig voneinander, am vergangenen Mittwoch im Bereich Oberg, Groß Ilsede und Gadenstedt einen Wolf gesehen zu haben.

Eine kuriose Begegnung hatte dabei die Familie Reinwardt aus Groß Ilsede. Kurz vor neun Uhr am Mittwoch hatte es gerade einen Wildunfall zwischen Groß Ilsede und Gadenstedt auf der B 444 gegeben. „Wir mussten halten, und da sahen wir den Wolf ganz gemütlich über die Straße gehen“, berichten die Reinwardts. „Das Tier hat sich das tote Reh angeschaut – so nach dem Motto: ,den Braten hole ich mir nachher’ – und ging dann ins Feld.“

Wolfsichtung im Landkreis Peine. Quelle: privat

Während diese Begegnung eher harmloser Art war, machen sich einige Nutztierhalter in der Region schon ernste Gedanken und fürchten, dass ihre Tiere gerissen werden könnten. Sicherheitsvorkehrungen wie hohe Zäune seien teilweise bereits getroffen worden, hieß es.

„Kein Grund zu handeln“

Obergs Ortsbürgermeister Jonas Krüger sieht in der Anwesenheit eines Wolfs keinen Grund zur Aufregung. „Grundsätzlich ist es ja erfreulich, dass der Wolf hier wieder heimisch wird. Solange er nur gesichtet wird, es keine Übergriffe auf Mensch und Tier gibt, gibt es keinen Grund zu handeln“, meint Krüger.

Und warum taucht ein Wolf nun nach mehreren mutmaßliche Wolfssichtungen bei Edemissen (PAZ berichtete) gerade jetzt in der Gemarkung Ilsede auf? Ein Antwort fällt auch dem Experten schwer.

Wolfsichtung im Landkreis Peine. Quelle: privat

„Eigentlich ist gerade gar nicht die Zeit für Wanderungen der Wölfe“, so Wolfsberater Richter. Er vermutet, dass es sich bei dem Oberger Tier um einen Einzelwolf handelt, der gerade auf der Suche nach einem Partner oder einer Partnerin ist.

Erst in einigen Wochen, wenn die Welpen geboren sind, würden einige Jährlinge damit beginnen, umherzuwandern und ein neues Revier zu suchen. „Es war auch nicht die erste Wolfssichtung hier im Kreis Peine. Vor einigen Wochen ist schon mal ein Wolf durch unseren Landkreis gezogen“, klärt Richter auf.

Herden schützen

Kreissprecher Fabian Laaß bestätigt ebenfalls zwei voneinander unabhängige Meldungen über eine mögliche Wolfssichtung zwischen Groß Ilsede und Oberg. Daraufhin sei sofort eine entsprechende Spurensuche veranlasst worden. „Der Landkreis Peine ist aufgrund der dichten Besiedlung eher kein vorrangiger Raum für Wolfsansiedlungen. Auch vor der möglichen Sichtung eines Wolfes mussten die Landwirte Vorkehrungen treffen, um ihre Herden zu schützen. Diese Empfehlung hat weiterhin Bestand“, sagte der Landkreis auf PAZ-Anfrage.

Das richtige Verhalten bei Wölfen

Wolfsexperte Lüder Richter erklärt das richtige Verhalten beim Zusammentreffen mit einem Wolf. Der fleischfressende Wolf sei eher ein scheues Tier, das Angst vor Menschen habe. Ausnahme: der Wolf hat Tollwut oder er wurde als Welpe von Menschen gefüttert. Die meisten gesichteten Wölfe in Deutschland seien eher verhaltensunauffällig.

Experten raten beim Zusammentreffen mit einem Wolf sich vorsichtig zurückzuziehen. Wer mit seinem Hund unterwegs ist, der müsse allerdings damit rechnen, dass der Wolf diesen angreift, da er ihn als Eindringling in sein Revier wahrnimmt. Hilfreich an dieser Stelle sei es laut zu schreien und mit den Armen zu winken. So könne der Wolf verjagt werden.

Wölfe können bis zu 70 Kilometer, in der Regel nachts, zurücklegen, so dass der im Landkreis Peine gesichtete Wolf schon weit weg sein könnte.

Von Kathrin Bolte

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