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Stadt Peine Wirbel um Geschwister-Vollrath-Platz
Stadt Peine Wirbel um Geschwister-Vollrath-Platz
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23:00 28.04.2016
Die Situation mit dem Bauzaun in der Innenstadt kann keine Dauerlösung sein, findet Dr. Rainer Döring (FDP).
Die Situation mit dem Bauzaun in der Innenstadt kann keine Dauerlösung sein, findet Dr. Rainer Döring (FDP). Quelle: mic
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Das Problem: Das Grundstück befindet sich in Privatbesitz, der Eigentümer war für die PAZ nicht zu erreichen. Stadt-Sprecherin Petra Neumann sagt: „Es gab in unregelmäßigen Abständen immer wieder Gespräche mit dem Eigentümer, um Bebauungs- und Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln. 2010 wurde der Bebauungsplan nochmals geändert, um die Nutzungsmöglichkeiten für den Eigentümer etwas flexibler zu gestalten, und 2012 wurde die Immobilie im vom Rat beschlossenen Innenstadt-Konzept bearbeitet, um das Entwicklungspotenzial erneut zu verdeutlichen.“

Der Eigentümer habe mehrfach zu erkennen gegeben, dass er durchaus Interesse an einer wirtschaftlichen Nutzung hat.Die Gespräche, unter anderem mit Planern, seien auch immer freundlich und sachlich gewesen, hätten aber bis heute nicht dazu geführt, dass investiert worden wäre. Das habe möglicherweise den Hintergrund, dass Aufwand und Ertrag nicht den Erwartungen entsprachen oder aber auch, dass der Eigentümer zur Vermietung der Laden- und Gewerbeeinheiten (Bäckerei und Jeansladen), die zur Breiten Straße ausgerichtet sind, offenbar auch das freie Grundstück benötige, um Abfall-Container anzubieten, so Neumann.

Zum Bauzaun erklärt die Sprecherin weiter: „Diese optisch wenig ansprechende Situation muss die Stadtverwaltung hinnehmen, denn er steht auf einem Privatgrundstück und ist bauordnungsrechtlich genehmigungsfrei.“

„Das kann doch aber trotzdem keine Dauerlösung sein“, sagt Döring. Wenn es um Platz für Müllcontainer gehe, gebe es doch sicher auch andere Lösungsmöglichkeiten. „Zudem geht durch den Bauzaun der dahinter gelegene, eigentlich ganz charmante Geschwister-Vollrath-Platz völlig unter“, sagt Döring.

Dieser sei immerhin auch mit öffentlichen Mitteln und Geld aus der namensgebenden Stiftung vor rund 25 Jahren neu gestaltet worden. Durch den schmalen Zugang neben dem Bauzaun sei der Platz so auch gar nicht als öffentliche Fläche erkennbar. Döring sagt: „Ich könnte mir zum Beispiel gut eine saisonale Nutzung des Geländes vorstellten, etwa für Außengastronomie.“