Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine „Wir fühlen uns nicht erhört“: Große Demo am Freitag
Stadt Peine „Wir fühlen uns nicht erhört“: Große Demo am Freitag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 26.06.2019
Zahlreiche Teilnehmer gab es bei der Fridays for future-Demo im Mai in der Peiner Innenstadt.
Zahlreiche Teilnehmer gab es bei der Fridays for future-Demo im Mai in der Peiner Innenstadt. Quelle: Kathrin Bolte
Anzeige
Peine

Bereits zum vierten Mal gehen Peiner Jugendliche auf die Straße, um für eine Sache zu demonstrieren, die alle etwas angeht: den Klimaschutz. Am Freitag um 11 Uhr beginnt die Fridays-for-future-Demonstration am Peiner Rathaus und führt dann über den Hagenmarkt, St.-Jakobi-Kirche, durch die Innenstadt, über den Marktplatz hin zum Kreishaus. Dort wird eine Abschlusskundgebung stattfinden.

„Rücken unsere Forderungen noch mal in den Fokus“

„Wir fühlen uns immer noch nicht erhört von den Politikern“, sagt Klara Upadeck, Mitorganisatorin der Peiner Fridays for future-Bewegung. „Es wird viel geredet, aber es passiert eigentlich gar nichts. Daher rücken wir noch mal unsere Forderungen in den Fokus und erwarten von der Politik, dass sie sich endlich bewegt und etwas ändert“, sagt sie mit Nachdruck.

Wie viele Teilnehmer sie erwartet, konnte die Schülerin nicht beantworten. „Es werden vielleicht nicht so viele, da an vielen Schulen Entlassungsfeiern stattfinden. Trotzdem werden wir wieder laut und mit vielen Plakaten für unsere Sache einstehen“, hieß es.

Das fordern die Aktivisten

Die Klima-Aktivisten von Fridays for future fordern die Einhaltung der Ziele des Pariser Klima-Abkommens und die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Auch soll der Kohleausstieg bis spätestens zum Jahr 2030 vollzogen sein, die 100-prozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien ist das Ziel für das Jahr 2035.

Weiter wird schon bis zum Ende dieses Jahres ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger gefordert, ebenso die Reduzierung der Kohlekraftwerke um 25 Prozent. Außerdem setzen sie sich für eine Steuer auf Treibhausgas-Emissionen ein.

Jeder kann etwas tun

Bei der letzten Demonstration forderte Mitorganisatorin Marlene Vogelsang: „Wir sind hier, weil Politiker den Klimawandel verpennt haben und sie sollten sich nicht auf Getanem ausruhen.“ Doch schon im Mai war bei den Schülern auch die Einsicht vorhanden, dass jeder selbst etwas tun muss: „Nicht nur die Politik, auch ich und du müssen unser Verhalten ändern, denn nur gemeinsam können wir den Klimawandel aufhalten“. Weitere Ideen, wie jeder für sich etwas für den Klimaschutz tun kann, und viele Infos zur PAZ-Klima-Challenge #EsIstUnsErnst, findet man auch auf der Webseite www.esistunsernst.de.

Von Kathrin Bolte