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Stadt Peine Wenn der akkerate Bürgerkönig alle Fünfe gerade sein lässt
Stadt Peine Wenn der akkerate Bürgerkönig alle Fünfe gerade sein lässt
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20:00 18.09.2018
Feierliche Proklamation: Bürgerkönig Arnd Laskowski wird von Teilen seiner Kooperation zur Bühne getragen. Quelle: Michael Lieb
Peine

In seinem Beruf als zertifizierter Immobilienbewerter legt Arnd Laskowski viel Wert auf Genauigkeit. Bei der Ausführung des Königsschusses ließ der 51-Jährige allerdings mal Fünfe gerade sein. „Beim Training in Hannover wurde uns die ,doppelte Banane’ beigebracht – eine besondere Körperhaltung beim Schießen“, erzählt der Bürgerkönig.

Die ersten beiden Schüsse beim Königsschießen habe er in dieser akkeraten Haltung abgegeben – und sie gingen daneben. „Dann habe ich das Gewehr einfach wie bei der Entenjagd gehalten, gezielt und abgedrückt“, sagt er mit einem Lachen.

Dieser Schuss war dann der Volltreffer – und das nicht nur für Laskowski selbst. „Ich hatte diesen Schuss unseren Katzen gewidmet. Die bekommen jetzt ein Jahr Premium-Nassfutter“, so der treffsichere Tierfreund.

Zum Schießsport ist der verheiratete Diplom-Geograf dabei erst spät gekommen. Seit etwa vier Jahren ist er in der Schützengilde. „Mit dem Schießsport habe ich angefangen, um nach der Arbeit mal runterzukommen. Außerdem mag ich die Gemeinschaft untereinander“, sagt Laskowski.

Bürgerkönig Arnd Laskowski bei einem Tänzchen mit seiner Frau Nicole. Quelle: Archiv

Und genau dieses Gemeinschaftsgefühl schätzt er auch am Peiner Freischießen. „Vor fünf Jahren habe ich bei den Umzügen noch gedacht: Wie kann man bei dieser Hitze bloß im Kreis rumlaufen“, erzählt der Bürgerkönig mit einem Lachen. „Heute weiß ich: Man muss einfach ein Mal mitmarschieren, dann kann man sich diesem ganz besonderen Freischießen-Zauber nicht mehr entziehen.“

Übrigens ist Laskowski nicht nur schießtechnisch treffsicher, sondern auch stimmlich. Bei seinem Kleinen Königsball hatte er erstmals seit längerer Zeit mal wieder eine Kostprobe seines Könnens gegeben – und die kam bestens an. Früher hatte er noch öfter gesungen, war auf vielen Feiern als Alleinunterhalter engagiert.

Der spätere Bürgerkönig im Mai 1985 am Keyboard: Arnd Laskowski war in der Vergangenheit öfter auch als Alleinunterhalter aktiv. Quelle: privat

Mit dem Erringen der Königswürde sei nun ein Traum in Erfüllung gegangen. „Ich wollte immer in der Lindenstraße oder im Tatort mitspielen. Wenn man dann im Abspann genannt wird – das ist was Bleibendes“, sagt Laskowski. Mit der Bürgerkönigswürde sei ihm das nun auch gelungen. „Der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt ist doch auch aufregender, als neben Thiel und Boerne irgendwas Belangloses zu sagen“, so der 51-Jährige mit Blick auf die beiden bekannten Tatort-Protagonisten.

Im Königsjahr etwas bewegen

Dabei gehe es ihm eigentlich auch gar nicht um „Ruhm und Ehre“, in seinem Königsjahr will er vor allem was bewegen. So habe er gemeinsam mit seinen Kollegen der Kleinen Königsrunde 2017 für den krebskranken zwölfjährigen Christian aus Woltorf gespendet, weitere „gute Taten“ sind schon in Planung.

Für den guten Zweck strampelt sich der Bürgerkönig auch schon mal so richtig ab. Bei einer Charity-Radtour saß er beispielsweise satte 18 Stunden und 27 Minuten im Sattel seines Rennrades. Ein Freund hatte ihn auf den Gedanken gebracht. Laskowski suchte sich gleich einen Sponsor, die richtige Ausrüstung – das ganze Programm. 250 Euro für den barrierefreien Umbau des Schützenhauses hat er so erradelt – und das Geld dann auch gleich noch selbst gespendet.

Arnd Laskowski bei der Radtour in England im Jahr 2017. Quelle: Privat

Und diese Anekdote fasst das Wesen des Bürgerkönigs vielleicht ganz gut zusammen: Immer ein Blick für die Schwächeren, bei Projekten und Ideen immer ganz oder gar nicht, immer „volle Kanne“ – und am Ende der Mut für pragmatische Lösungen abseits der Norm. Der Verzicht auf die akkerate „doppelte Banane“ beim Schießen hat ihm auf jeden Fall nicht geschadet...

Von Tobias Mull

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