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Stadt Peine „Wasserschutz hat bei uns hohe Priorität“
Stadt Peine „Wasserschutz hat bei uns hohe Priorität“
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21:30 01.04.2015
Das Wasserwerk in Wehnsen: Es gibt einen Streit zwischen dem Wasserverband Peine und den Landwirten wegen der Trinkwasserbelastung.
Das Wasserwerk in Wehnsen: Es gibt einen Streit zwischen dem Wasserverband Peine und den Landwirten wegen der Trinkwasserbelastung. Quelle: A
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Kreislandwirt Wilfried Henties sagt: „Seit über 25 Jahren kooperieren die Landwirte im Bereich des Wasserschutzgebietes mit freiwilligen Vereinbarungen, das heißt mit zusätzlichen, bezahlten Bewirtschaftungsauflagen, die dem Wasserschutz dienen, wie vermehrter Zwischenfrucht-Anbau und Verzicht einzelner Pflanzenschutzmittel oder düngungsintensiver Früchte.“ Dieses System garantiere dem Wasserverband bisher eine gute Qualität des Trinkwassers und den Landwirten die Möglichkeit, „marktgerechte Früchte in einer agrarischen Intensiv-Region zu produzieren“.

Der von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen aktuell herausgegebene Nährstoffbericht weise ausschließlich für den Nordwesten Niedersachsens Übermengen an organischen Düngern (Gülle und Gärreste) aus. „Den von Herrn Schröder angesprochenen Nährstoff-Überhang aus Tierhaltung oder aus Biogasanlagen gibt es im Landkreis Peine und der gesamten Region Braunschweig nicht“, betont Henties.

Im Gegenteil: In den Peiner Ackerbaubetrieben sei richtig angewandter Mist- oder Gärrest ein pflanzenbaulicher Gewinn und spare mineralische Dünger ein. Die geplante Änderung der Düngeverordnung, in deren Rahmen jeder Anwender von Dünger verpflichtet sei, nachzuweisen, wo und in welchen Mengen er organischen oder mineralischen Dünger verwende, „schränkt die Mengen von Mist- und Gülleeinsatz einzelbetrieblich erheblich ein - mit positivem Einfluss auf die Wasserqualität“. Wasserschutz ist laut dem Kreislandwirt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an deren Gelingen alle Beteiligte, Wasserwerker und Landwirte sowie die Politik, mitgestalten müssten. Henties weiter: „Im Wasserwerk Wehnsen gelingt dies seit Jahrzehnten, weil sich die Akteure zu einer Problemlösung zusammengefunden haben. Es ist im Interesse der Landwirte und hoffentlich auch der Wasserwirtschaft, dass das so bleibt.“