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Stadt Peine Was geschah mit den Peiner Juden ab 1942?
Stadt Peine Was geschah mit den Peiner Juden ab 1942?
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14:59 29.03.2019
Käte und Max Herzfeld, die ehemaligen Besitzer des Kaufhauses „Brunsviga“ am Marktplatz, wurden 1942 nach Warschau deportiert, wo sie umkamen. Ihren Sohn Hans Hermann konnten sie mit einem Kindertransport 1939 nach Großbritannien in Sicherheit bringen. Quelle: Stadtarchiv Peine
Peine

Zum Vortrag „Aus Peine in den Tod. Die Deportation der jüdischen Bevölkerung ab 1942“ lädt der Kreisheimatbund am Montag, 1. April, ins Peiner Kreismuseum ein. Los geht es um 19.30 Uhr, Referent ist Dr. Jens Binner, Historiker und 2. Vorsitzende des Kreisheimatbundes. Der Eintritt ist frei.

Dr. Jens Binner Quelle: Archiv

Jahrhundertealte Geschichte endete

Mit der Deportation der letzten noch in Peine lebenden jüdischen Bürgerinnen und Bürger ab März 1942 endete die jahrhundertlange Geschichte der jüdischen Gemeinde der Stadt. „Die Juden waren seit dem Mittelalter immer bedrängt, oft diskriminiert und selten anerkannt“, berichtet Binner.

Entrechtung und Terrorisierung

Die systematische Entrechtung und Terrorisierung im Nationalsozialismus ab 1933 bedeutete jedoch eine neue Qualität der Verfolgung. Im Zeichen der rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten wurden Juden nun systematisch aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens verdrängt, Gewalt gehörte nunmehr zu ihrer Alltagserfahrung. Spätestens nach den Novemberpogromen 1938 versuchten viele Juden ins Ausland zu fliehen. Zurück blieben in der Mehrheit Kranke, Alte und Arme.

Ermorden statt Vertreiben

Ende 1941 fiel der Entschluss, die jüdische Bevölkerung Europas nicht mehr nur aus dem deutschen Machtbereich zu vertreiben, sondern zu ermorden. So begannen ab Herbst 1941 die Deportationstransporte in die Vernichtungslager im besetzten Polen.

Minna Wilder wurde im März 1942 gemeinsam mit ihren Töchtern Leonie (12) und Frieda (17) nach Warschau deportiert. Wo und wann sie gestorben sind, ist unbekannt. Quelle: Stadtarchiv Peine

Ausstellung im Kreismuseum

Das Geschehen in der Region Peine ist Thema der Ausstellung „Deportationsort Ahlem. ‚Judentransporte‘ ab Hannover 1941-1944“, die derzeit im Kreismuseum zu sehen ist. In der Ausstellung werden 16 Menschen jüdischen Glaubens vorgestellt, die ab 1942 über Ahlem in den Tod deportiert wurden. Sie stehen im Mittelpunkt des Vortrags. Aber es geht auch um die Frage, was mit denjenigen Juden passiert ist, die vorher emigrieren konnten. Bedeutete dies die Rettung für sie? Oder gelangten sie an anderen Orten in die Mordmaschinerie der Nationalsozialisten?

Von Alex Leppert

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