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Stadt Peine Vortrag über Ernährungslage im Ersten Weltkrieg
Stadt Peine Vortrag über Ernährungslage im Ersten Weltkrieg
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19:00 09.10.2018
Während der Kriegszeiten war die Ernährungslage schwierig: Wer konnte, ging auf Hamsterfahrt. Auch Kohleklau gehörte zum Alltag Quelle: Archiv
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Peine

Im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 hatten die Menschen mit vielen Problemen zu kämpfen. Bereits Anfang 1915 zeichnete sich die Hungerkatastrophe ab, 1916/17 folgte der sogenannte „Kohlrübenwinter“. Die Ursache für die Hungersnot waren die Handelsblockade der Kriegsgegner, die fehlende Planung und schwerwiegender Fehlentscheidungen im Land selbst.

Lebensmittel waren kostbarer als Schmuck

Mit Schulspeisungen und öffentlichen Suppenküchen konnte die Versorgungslage nur wenig verbessert werden. „Wer konnte, ging auf Hamsterfahrt, und wem es gelang, beim Bauern Eier oder gar Butter zu ergattern, schätzte sich glücklich“, heißt es in der Ankündigung. Hamsterfahrten nannte man jene Fahrten, die Menschen in Kauf nahmen, um ihre kostbarsten Sachen wie Schmuck gegen lebenswichtiges Essen einzutauschen. Kartoffeln, Eier oder Speck waren wertvoller als edle Perlen.

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Für die zentrale Verteilung von Lebensmitteln und zur Kontrolle des Schwarzmarkts wurde im Mai 1916 das Kriegsernährungsamt eingerichtet. Wie die Verteilung der Lebensmittel im Herzogtum Braunschweig aussah, berichtet Anderlik in ihrem Vortrag.

Von Michaela Gebauer

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