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Stadt Peine Vorstoß aus Hämelerwald: Peiner sollen günstiger nach Hannover fahren können
Stadt Peine Vorstoß aus Hämelerwald: Peiner sollen günstiger nach Hannover fahren können
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20:42 12.09.2019
Der Bahnhof in Peine: Der Ortsrat Hämelerwald fordert, dass der GVH sein günstigeres Tarif-Gebiet bis hier hin ausdehnt. Unterstützung erhält er von Peiner Verkehrspolitikern. Quelle: Archiv
Peine

Der Druck auf die politisch Handelnden in Hannover und Braunschweig wächst: Seit Jahren fordern Peiner Politiker und Bürger die Ausweitung der günstigeren Tarifzone des GVH (Großraum-Verkehr Hannover) nach Peine und Vöhrum, damit Pendler endlich kostengünstig mit der Bahn nach Hannover fahren können. Schützenhilfe kommt jetzt vom Ortsrat Hämelerwald – wenn auch aus anderen Beweggründen.

„Wir wollen nicht der Parkplatz von Braunschweig und Peine werden“, sagte Heiko Danielzik (SPD) während der letzten Ortsratssitzung. Denn trotz neu geschaffenem Park-and-ride-Parkplatz mit 117 Stellplätzen ist die Parkplatz-Situation äußerst angespannt. Viele Autos würden dabei aus dem Landkreis Peine kommen. Die Menschen aus dem Peiner Land fahren mit dem Auto nach Hämelerwald, um von dort dann im günstigeren Tarif des GVH in Richtung Hannover zu starten.

25 Euro teurer

Zur Erklärung: Die letzte Ticketzone des GVH endet eigentlich in Hämelerwald, von dort gelten Richtung Peine die Tarife des Verkehrsverbundes Region Braunschweig. Um von Vöhrum und Peine in das GVH-Tarifgebiet zu kommen, können Pendler aber die sogenannten GVH-Mobilcards zum Regionaltarif kaufen. Doch die sind teurer als Fahrten direkt von Hämelerwald aus. Wer etwa von Vöhrum nach Hannover will, zahlt für ein Fünf-Zonen-Monatsabonnement der GVH-Mobilcard 120,30 Euro. Ab Hämelerwald zahlt man hingegen für nur vier Zonen 94,80 Euro – macht fast 25 Euro Unterschied.

Das sagt GVH

Und wie schätzt die Region Hannover als zuständige Behörde den Vorstoß aus Hämelerwald ein? Sprecher Klaus Abelmann stellt zunächst klar: „Im Landkreis Peine sind die Bahnhöfe Vöhrum und Peine bereits seit 1995 in den Regionaltarif des Großraum-Verkehr Hannover GVH für Monatskarten einbezogen. Der Bahnhof Hämelerwald wurde bewusst auf die Tarifgrenze zwischen dem GVH und VRB gelegt. Dies bietet verschiedene Vorteile, wie etwa die Möglichkeit mit nur zwei Zeitfahrausweisen zwischen den Verbünden reisen zu können. Diese Situation zu ändern ist derzeit kein Thema von Gesprächen zwischen der Region Hannover, dem Landkreis Peine sowie dem benachbarten Aufgabenträger Regionalverband Großraum Braunschweig.“ Mit den Zeitkarten des GVH-Regionaltarifs würden im Übrigen eine Vielzahl von Fahrten aus dem Einzugsgebiet der beiden Bahnhöfe ins GVH-Gebiet erfolgen, so der Sprecher abschließend.

Die Sozialdemokraten aus Hämelerwald fordern deshalb, das Gebiet des günstigeren GVH-Tarifs nach Peine auszuweiten – vor allem um die Parkplatz-Situation zu entspannen. Und diese Forderung ist Wasser auf die Mühlen der Peiner Verkehrspolitiker.

Verbundtarif muss kommen“

So hat der Lengeder Kreistagsabgeordnete Hans-Hermann Baas (SPD) erst kürzlich in der PAZ die Einführung eines Verbundtickets gefordert. „Der Verbundtarif zwischen Hannover und Braunschweig muss kommen“, erklärte er mit Nachdruck.

Unterstützung erhält er von Michael Kramer, Lengeder Kreistagsabgeordneter der CDU, der die aktuelle Initiative des Ortsrates in Hämelerwald äußerst positiv bewertet. „Und wenn die Forderung aus dem Ortsrat nur dazu führt, die Funkstille zwischen den politischen Gremien in Hannover und Braunschweig zu beenden“, erklärt der Christdemokrat.

Belebung der Gespräche

Doch woran hakt es eigentlich? Es ist wie immer das Geld. Ein Problem: Da der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) nicht kostendeckend agiert, müssen Zuschüsse fließen. Und die steigen, sollte der GVH nun den günstigeren Tarif bis nach Peine ausweiten. Für diesen höheren Zuschussbedarf möchte der GVH einen finanziellen Ausgleich bekommen – im Zweifel vom Regionalverband Braunschweig.

Hannover war immer etwas zurückhaltend, was das Thema Verbundticket angeht. Vielleicht sorgt die Initiative des Ortsrates jetzt für eine Belebung der Gespräche. Zu wünschen wäre es“, betont Experte Michael Kramer.

Von Tobias Mull

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