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Stadt Peine Viermonatige Haftstrafe nach hitziger Verfolgungsjagd
Stadt Peine Viermonatige Haftstrafe nach hitziger Verfolgungsjagd
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13:50 11.03.2018
Amtsgericht Peine: Hier wurde verhandelt.
Amtsgericht Peine: Hier wurde verhandelt.  Quelle: Michaela Gebauer
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Peine

Eigentlich wollte eine Polizeistreife den Autofahrer in seinem BMW 63i in Lengede kontrollieren, der Angeklagte geriet aber in Panik, da er keine gültige Fahrerlaubnis besaß, und lieferte sich eine hitzige Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Ende Oktober 2014 war er gegen 3 Uhr morgens mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometer vor den Beamten geflüchtet. Mit im Auto saß eine Beifahrerin, die völlig panisch einen Notruf absetzte. Der Angeklagte fuhr eine etwa 30 Kilometer lange Strecke durch die Ortschaften Broistedt, Barbecke, Hoheneggelsen, Söhlde und Groß Himstedt. Dort kam er aus ungeklärten Gründen kurzzeitig zum Stehen, um das Fahrzeug zurückzusetzen. Diesen Moment nutzte seine Beifahrerin, um aus dem Fahrzeug entkommen.

Telefon-Mitschnitte wurden vorgespielt

Während der Salzgitteraner dann wieder weiterfuhr, rief die Beifahrerin erneut die Notrufnummer der Polizei an. Beide Mitschnitte der Telefonate wurden bei dem Gerichtstermin vorgespielt. Der Angeklagte floh anschließend zu einem Arbeitskollegen nach Salzgitter, nachdem sein Fahrzeug mehrfach ins Schleudern geraten war und er halsbrecherisch einer landwirtschaftlichen Maschine die Vorfahrt genommen hatte.

Staatsanwaltschaft und Richter waren gegen eine Geldstrafe, da der Angeklagte bereits mehrere Vergehen begangen hatte. Aufgrund der Fluchtgefahr des Angeklagten wurde direkt ein Haftbefehl angeordnet und der 38-Jährige unmittelbar nach der Verhandlung in Handschellen abgeführt.

Von Michaela Gebauer