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Stadt Peine Verein für und mit Flüchtlingen gegründet
Stadt Peine Verein für und mit Flüchtlingen gegründet
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20:00 03.04.2016
Der Verein „InterKultura Peiner Land“: Geschäftsführende Vorstand (v.l.) mit Jalil Sikandar (Kassenwart), Anwar Guerch (2. Vorsitzender), Christoph Hussy (1. Vorsitzender), Anna-Louisa Hennecke (Schriftführerin).
Der Verein „InterKultura Peiner Land“: Geschäftsführende Vorstand (v.l.) mit Jalil Sikandar (Kassenwart), Anwar Guerch (2. Vorsitzender), Christoph Hussy (1. Vorsitzender), Anna-Louisa Hennecke (Schriftführerin). Quelle: bol
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Sinn des Vereins ist es unter anderem gemeinsame Unternehmungen zu starten, um die deutsche Kultur zu vermitteln, aber auch um die Kulturen der Flüchtlinge kennenzulernen. „Es soll zudem runde Tische mit anderen Peiner Flüchtlingsvereinen geben, damit wir die Kräfte besser bündeln können“, erklärte Anwar Guerch, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Zur Vereinsgründung war auch Ewald Werthmann, der den erkrankten Bürgermeister Michael Kesseler vertrat, erschienen. Er bedankte sich für den Einsatz im Ehrenamt, lobte das Engagement der Menschen hier deutsches Alltagsvokabular zu vermitteln und unterstrich: „Genau so, wie Sie es machen, so werden Brücken gebaut. Gebündelt in einem Verein fühlen Sie sich den Flüchtenden gegenüber verpflichtet zu helfen. Die Stadt steht voll und ganz hinter Ihrem Projekt.“

Hussy machte zudem deutlich: „Wir wollen nichts für Flüchtlinge organisieren, sondern euch an allem beteiligen. Damit ihr in unsere Kultur reinwachsen könnt. Wir können nicht all eure Hoffnungen erfüllen, aber wir können für euch da sein.“ Dafür bekam er viel Applaus aus den Reihen der 97 Gründungsmitglieder.

Nicht ganz so einfach zu vermitteln - obwohl das Team um Hussy Dolmetscher organisiert hatte - waren die Regularien zur Vereinsgründung. Da man sich natürlich an deutsches Recht halten musste, musste an vielen Stellen umfangreich erklärt werden, was es mit den Posten von Vorstand und Beirat - in den zahlreiche Flüchtlinge gewählt wurden - auf sich hat. Aber auch das klappte, und so ist Peine um einen Verein reicher, der nicht für, sondern mit Flüchtlingen gegründet wurde. Einer der Anwesenden brachte es schlussendlich auf den Punkt: „Wir sind hier eine Familie“, sagte er und dankte, wie viele andere Gäste im UPP, für die Hilfe, Herzlichkeit und das Engagement.

Interessierte können sich unter der Emailadresse InterKultura-Peine@web.de über den Verein informieren. Am Sonnabend, 9. April, um 17 Uhr findet in der Halle A im UPP Woltorfer Straße ein Informationstreffen statt.

bol