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Stadt Peine Verein Freunde von Heywood löst sich auf
Stadt Peine Verein Freunde von Heywood löst sich auf
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20:00 17.03.2018
Ein Bild aus besseren Tagen: IM Jahr 2003 feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen Quelle: Archiv
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Peine

Die Auflösung des Vereins Freunde von Heywood hat die Jahreshauptversammlung jetzt einstimmig beschlossen. Dieser einschneidende Schritt wurde notwendig, weil der siebenköpfige Vorstand nicht wieder besetzt werden konnte. Die bisherigen Vorstandsmitglieder traten aus Altersgründen nicht mehr an, andere Vereinsmitglieder stellten sich für eine Vorstandsarbeit nicht zur Verfügung.

Dem Verein gehören nur noch 32 Mitglieder an. Nachwuchs konnte in den vergangenen Jahren kaum noch für die Ideale der Städtepartnerschaft begeistert werden: Völkerverständigung und Abbau von Vorurteilen. Für die heutige Schülergeneration ist die Industriestadt in Mittelengland als Reiseziel offenbar nicht attraktiv genug. Der Nachwuchs blieb aus, die verbliebenen Mitglieder sind inzwischen älter geworden.

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Wehmut und großes Bedauern bekundete die scheidende Vorsitzende Eleonore Biermann, die nach 20 Jahren Vereinsführung den Vorsitz aufgab. Der stellvertretende Vorsitzende Adolf Walkling dankte im Namen des Vereins und des Vorstandes für ihr langjähriges Engagement mit einem Blumenstrauß und einem Präsent.

Die Freunde von Heywood wurden 1978 gegründet worden, als die seit 1967 bestehende offizielle Städtepartnerschaft zwischen Peine und Heywood erloschen war. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Stadt Heywood in die Nachbarstadt Rochdale eingemeindet und verlor ihre Selbstständigkeit. Zusammen mit dem Partnerverein auf englischer Seite, den Friends of Peine, hielten die Peiner Heywood-Freunde die Städtepartnerschaft fortan am Leben. Erst 1992 wurde der Verbrüderungseid zwischen Peine und Heywood mit der Stadt Rochdale feierlich erneuert und die Städtepartnerschaft damit wieder auf eine politische Ebene angehoben.

„Unzählige freundschaftliche Verbindungen sind entstanden zwischen Familien aus Peine und aus Heywood“, berichtete die scheidende Vorsitzende. „Die Gastfreundschaft und die unkomplizierte Herzlichkeit bei den zahlreichen Begegnungen hat uns immer wieder überwältigt“, betonte Biermann.

Die aktiven Mitglieder des Peiner Vereins wollen sich aber weiterhin als Freundeskreis Heywood am ersten Mittwoch eines jeden Monats im Schützenhaus treffen und gemeinsame Kulturfahrten unternehmen. Von der Auflösung des Peiner Vereins ist die Städtepartnerschaft Peine-Heywood nicht betroffen, sie besteht unverändert weiter.

Von Alex Leppert

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