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Stadt Peine Verdi kritisiert Sanierungsplan für das Peiner Krankenhaus
Stadt Peine Verdi kritisiert Sanierungsplan für das Peiner Krankenhaus
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19:00 02.10.2019
Das Peiner Klinikum an der Virchowstraße. Die Gewerkschaft kritisiert nun den Sanierungsplan für das angeschlagene Krankenhaus. Quelle: Archiv
Peine

Heftige Debatte: Am vergangenen Freitag hat der Aufsichtsrat der angeschlagenen AKH-Gruppe, zu der auch das Peiner Klinikum gehört, den Sanierungsplan für die Krankenhäuser in Celle und Peine abgesegnet. Nun meldet sich die Gewerkschaft Verdi zu Wort und übt massive Kritik an dem Konzept.

„Die Leistungen in den Tertiärbereichen Küche, Reinigung, Logistik werden bereits seit dem 1. Juli 2019 durch eigens gegründete Gesellschaften erbracht. Es ist beabsichtigt, diese Leistungen zum 1. Januar 2021 euro-paweit auszuschreiben. Diese Nachricht sorgte für große Unruhe in den Mitarbeiterversammlungen am vergangenen Freitag“, sagt Axel Reichinger von der Gewerkschaft Verdi.

In Peine sind davon rund 90 Beschäftigte betroffen, in Celle etwa 200. „Gerade noch hatten viele der dort befristet Beschäftigten unbefristete Arbeitsverträge erhalten, nun ist völlig klar, dass alle in den Bereichen Tätigen im Laufe des nächsten Jahres ihre Kündigung bekommen werden. Jetzt zahlen die Beschäftigten also doch für die Fehler von Politik und Verwaltung“, ärgert sich Reichinger.

Unzufrieden über Verkaufsverfahren

Auch die Laborbereiche in Celle und Peine sollen wohl künftig zu den Einsparungen beitragen. Nach Aussage der Gewerkschaft werden sie ab 2021 nicht mehr mit eigenen Beschäftigten erbracht. Auch das Medizinische Versorgungszentrum in Hermannsburg (Kreis Celle) – bisher Teil der Celler AKH-Gruppe – werde von dieser nicht weiterbetrieben.

Mit den vom Aufsichtsrat angestoßenen Verkaufsverfahren für das Klinikum Peine zeigt sich die Gewerkschaft ebenfalls unzufrieden. „Es ist zu befürchten, dass lediglich der Preis der Maßstab ist. Wir fordern dagegen Sicherheit und Zukunft für die Beschäftigten – sie sind das eigentliche Kapital“, sagt der Gewerkschafter.Die nächste Aufsichtsratssitzung ist am Montag, 4. November, in Celle. Bis dahin will Verdi in Mitgliederversammlungen überlegen, mit welchen nächsten Schritte man die Verantwortlichen begleiten wolle.

AKH reagiert

Und was sagt die AKH-Gruppe zu den Vorwürfen? „Leider versucht Verdi wie bereits früher durch wilde Spekulationen ihre Interessen auf Kosten der Beschäftigten durchzudrücken“, sagt AKH-Sprecher Ralf Kuchenbuch. „Wenngleich Herr Reichinger sich wohl mit der Aussage, dass 300 Personen demnächst gekündigt werden, neue Mitglieder erhofft oder einfach nur versucht, auf den Verkaufsprozess des Klinikums Peine unlauter Einfluss zu nehmen, hat sich in den Bereichen tatsächlich nichts geändert.“

Die AKH-Gruppe habe bereits frühzeitig klar zum Ausdruck gebracht, dass die sogenannten tertiären Bereiche zum 1. Januar 2021 neu ausgeschrieben werden, gleiches gelte für die Neuvergaben des Schreib- und Archivdienstes. „Offensichtlich war Herr Reichinger die Mitarbeiterversammlung zu unspektakulär, dass er jetzt ,große Unruhe in den Versammlungen’ herbei fantasiert.“ Auch werde sich für die Versorgung der Bevölkerung in Hermannsburg nichts ändern, unterstrich der Sprecher.

„Durch dieses Verhalten zeigt Herr Reichinger lediglich, dass er aus den Ängsten der Mitglieder versucht Kapital zu schlagen und disqualifiziert sich auf unwürdige Weise als seriöser Verhandlungspartner vollständig“, so Kuchenbuch abschließend.

Von Tobias Mull

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