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Stadt Peine Unvollendetes Requiem von Mozart
Stadt Peine Unvollendetes Requiem von Mozart
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13:00 18.06.2018
Der Konzertchor aus Hannover präsentierte ein Mozart-Requiem in der Peiner St.-Jakobi-Kirche. Quelle: Sylvia Knapek-Wodausch
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Peine

Etwa 30 besonders befähigte Studierende der Hochschule sind Teil dieses Chores. Den solistischen Part übernahmen Inga Krause (Sopran), Svenja Rissiek (Alt), Clemens Riese (Tenor) und der Bariton Frederik Schuritz. Begleitet wurden sie von der Hannoverschen Hofkapelle unter der Leitung der Dirigentin Yeonju Lee und dem Orchester- und Chordirigenten Professor Frank Löhr. Zur Aufführung kam das Requiem d-Moll KV 626 aus dem Jahr 1791. Es ist Mozarts letzte Komposition.

Ergänzt durch drei zeitgenössische Werke

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Nur etwa zwei Drittel des Werks stammen tatsächlich aus seiner Feder – und trotzdem ist es eins der beliebtesten Werke des Salzburger Genies, der sich erst in seinen letzten Lebensjahren der Kirchenmusik zuwandte. Mozart stirbt während der Komposition. Ergänzt und erweitert wurde das Konzert durch drei zeitgenössische Werke: „Tränen des Vaterlands“ vom deutschen Komponisten Karl Amadeus Hartmann und die Chorwerke „To see a world“ und „The half finished heaven“ vom schwedischen Komponisten Sven-David Sandström. Der Beginn des Konzertes wurde bestimmt durch das Stück „Tränen des Vaterlandes“ von 1935 des Komponisten Hartmann.

Konzert: Für Dirigentin Teil der Masterarbeit

Für Dirigentin Yeonju Lee war diese Aufführung Teil ihrer Masterarbeit. Sie begleitete die Hannoversche Hofkapelle anfangs unaufgeregt, fast verhalten, aber mit wachsender Energie. Das Requiem begann mit einer siebentaktigen Orchestereinlage, in der anfangs die Hornbläser das Hauptthema des Werkes vorstellten. Der Chor setzte dann gleichberechtigt und nachdrücklich ein und zeigte seine Qualität nicht nur, aber auch mit seinem Soloquintett. Die vier jungen Studierenden der Hochschule übernahmen ihre Solis souverän und sicher. Starke Momente waren die A-cappella-Passagen des Chores.

Man hätte sich mehr Explosivität gewünscht

Mitunter hätte man der Dirigentin etwas mehr von der Explosivität des Chores und des Orchesters gewünscht. Tatsächlich konnte man ihr am Schluss die Erleichterung über diese gelungene Aufführung in der allerdings nur halb besetzten Kirche ansehen.

Von Sylvia Knapek-Wodausch

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