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Stadt Peine Unter 200: Inzidenz im Kreis Peine sinkt auf 192,9 – 50 Neu-Infektionen
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Unter 200: Inzidenz im Kreis Peine sinkt auf 192,9 –  50 Neu-Infektionen

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16:51 03.12.2021
Medizinisches Personal dosiert Corona-Impfstoff.
Medizinisches Personal dosiert Corona-Impfstoff. Quelle: Sebastian Willnow/dpa
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Kreis Peine

Erstmals seit dem 24. November ist die Sieben-Tage-Inzidenz unter den Wert von 200 gesunken. Am Freitag lag sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 192,7, am Tag zuvor waren es noch 209,1. Allerdings gibt es bereits seit Donnerstag einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus: Eine 58-Jährige starb an den Folgen einer Infektion. Insgesamt gibt es nun 109 Todesfälle im Kreis Peine.

„Impfen, impfen, impfen“

Seit dem 25. November ist eine gewisse Konstanz bei den immer noch hohen Werten zu beobachten. „Es ist scheinbar ein gewisses Plateau erreicht“, bestätigt auch Fabian Laaß, Sprecher der Landkreisverwaltung. Von einer Trendwende will er aber nicht sprechen. Ob damit der Höhepunkt erreicht sei und wie sich die Inzidenz weiter entwickele, könne keinesfalls vorausgesagt werden. Natürlich hoffe der Landkreis, dass der Anstieg gestoppt werde und die Werte wieder sinken würden. „Impfen, impfen, impfen“, lautet der Appell von Laaß, um die aktuelle Situation zu entschärfen. „Dabei geht es um Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen.“ Erfreulich sei, dass die Zahl der Erstimpfungen wieder steige.

inzidenzen in peine landkreis corona fälle Quelle: Landkreis Peine

Der Sprecher weist nochmals darauf hin, dass sowohl im Impfstützpunkt des Landkreises Peine an der Woltorfer Straße als auch in der Impfstation im Klinikum Erstimpfungen ohne vorherige Terminvergabe möglich sind. Für Zweit-, Genesenen- und Booster-Impfungen ist es weiterhin notwendig, einen Termin über das Online-Portal zu buchen.

„Wir sind noch lange nicht über den Berg“

Auch die Sprecherin der Peiner Hausärzte und Vize-Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. Marion Charlotte Renneberg, hat eine leichte Entspannung bei der Inzidenz beobachtet. Dies könne daran liegen, dass sich die Menschen an die Corona-Regeln und -Richtlinien gehalten haben, lobt die Ärztin. „Aber wir sind noch lange nicht über den Berg.“ Es gelte, weiter durchzuhalten, Abstände, Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen einzuhalten.

Impfen sei nach wie vor wichtig und jede Erstimpfung ist willkommen. Sie gehe davon aus, dass genügend Impfstoff für die Bevölkerung zur Verfügung stehe. „Moderna und Biontech sind zwei vergleichbare Impfstoffe, die guten Schutz bieten“, sagt Renneberg. Die Ärztinnen und Ärzte würden ihren Patienten nur das impfen, wovon sie selber überzeugt sind. Im Übrigen frage bei der Grippeschutzimpfung ja auch niemand nach der Herstellerfirma. Eine dringende Bitte hat Renneberg: „Impftermine bitte einhalten oder aber rechtzeitig absagen.“

Zu den Zahlen: Am Freitag sind im Landkreis Peine 50 neue Fälle (Vorwoche 43) hinzugekommen. Insgesamt beträgt die Zahl der bestätigte Corona-Infektionen 7751. Aktuell erkrankt sind 561 Personen. Es wurden heute 170 Abstriche durch das Gesundheitsamt entnommen. 711 Personen befinden sich in Quarantäne. Im Klinikum Peine werden laut Intensivregister zwei Corona-Patienten auf der Intensivstation behandelt, einer muss beatmet werden – 13 von 14 Intensivbetten sind aktuell belegt.

Hospitalisierung sinkt

Einen weiteren Rückgang gab es auch beim Leitindikator der Hospitalisierung, der von 7,2 auf 7 gesunken ist. Die prozentuale Belegung der Intensivbetten in Niedersachsen stieg dagegen weiter von 9,9 auf 10,3 Prozent.

Die höchste Inzidenz in Niedersachsen hat jetzt die Stadt Salzgitter (407,3). In den anderen Nachbarkommunen sieht es so aus: Braunschweig (266,7), Landkreis Gifhorn (260,1), Wolfsburg (242,2), Landkreis Hildesheim 229,4) und die Region Hannover (208,9).

Die landesweite Inzidenz ist am Freitag auf 205,9 (206,8) gesunken. Innerhalb von sieben Tagen gab es 16 478 neue Fälle und innerhalb von 24 Stunden 3282. Seit Ausbruch der Pandemie sind in Niedersachsen 384 9981 Menschen an Corona erkrankt. Insgesamt 6412 Menschen sind an oder mit einer Infektion gestorben, das sind 23 mehr als am Vortag. Als genesen gelten 347 500 Menschen (+2400), aktuell erkrankt sind rund 31 100 Personen, 800 mehr als am Vortag.

Von Jan Tiemann