Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Linke fordern Mehrwegbecher für Peine
Stadt Peine Linke fordern Mehrwegbecher für Peine
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:19 10.09.2019
Etliche Städte – wie hier Wolfsburg – bieten bereits ein Becher-Pfandsystem an. Quelle: Roland Hermstein
Peine

Jürgen Eggers (Die Linke) ist erbost: Der Ratsherr hat bei der Stadt einen Antrag auf Einführung eines bepfandeten Mehrwegbechers gestellt – dieser Vorschlag taucht nun in der Ratsvorlage für den Planungsausschuss am heutigen Mittwoch auf.

Allerdings nicht wohlwollend betrachtet, sondern mit dem Antrag auf Verzicht auf die Einführung eines allgemeinen Mehrwegbechers. Stattdessen möchte die Stadt nun ihrerseits die Anschaffung von 1000 Mehrwegbechern, den „Eulenbechern“, wahlweise mit Schriftzug oder Stadtsilhouette, in der gleichen Ratsvorlage beschlossen haben.

Eggers sieht sich seiner Idee beraubt. „Die Begründung der zu hohen Kosten für die Stadt sind nicht nachvollziehbar. Andere Städte, auch kleinere als Peine – zum Beispiel Kulmbach – sind da schon weiter“, sagt der Abgeordnete.

Zu geringer Kosten-Nutzen-Faktor

Als Begründung für den Verzicht führt die Stadt, die von den Linken als neutrale Instanz gemeinsam mit den Abfallwirtschaftsbetrieben und Peine Marketing für die Einführung und Koordination vorgeschlagen wird, einen zu geringen Kosten-Nutzen-Effekt an. „Die prognostizierten Kosten für die Beschaffung und zusätzliches Personal liegen einmalig bei circa 23 000 Euro und für jährlich wiederkehrende Kosten bei 31 500 Euro“, heißt es in der Begründung.

Mittlerweile hätten einige örtliche Betriebe auf das hohe Aufkommen an Einwegbechern reagiert und eigene Pfandsysteme eingeführt, damit stünde jedoch neben der Nachhaltigkeit eine Kundenbindung im Vordergrund. Die Stadt gehe nicht davon aus, dass sich Betriebe, die sich bereits so positioniert hätten, an einem einheitlichen System beteiligen würden.

Stadt plant „Eulenbecher

Vor diesem Hintergrund, aber auch aus mit der Begründung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit sieht die Stadt dennoch viele Vorteile für die Einführung einer Alternative zum Einwegbecher. Sie empfiehlt den Kauf von 1000 wiederbefüllbaren „Eulenbechern“, was in Einkauf, Lieferung und Entwurf Kosten in Höhe von 6500 Euro ausmachen würde. Der Landkreis Peine sei bereit, grundsätzlich den Start eines Mehrwegbechers zu unterstützen. Eine Feinabstimmung gebe es aber bislang nicht. Auch zu weiteren Details hält sich die Stadt auf Nachfrage noch bedeckt.

„Stadt ist nicht mutig genug“

Jürgen Eggers geht der Schritt, den die Stadt gehen will, nicht weit genug. „Die Stadt ist nicht mutig genug, es hätte schon längst gehandelt werden müssen“, betont er und hofft auf eine rege Diskussion und ein Umdenken in der Politik. „Die Linken werden dran bleiben“, verspricht er.

Etwa 2,8 Milliarden Einwegbecher verbrauchen die Deutschen jährlich für Heißgetränke unterwegs, hat das Umweltbundesamt ermittelt. Hinzu kommen etwa 1,3 Milliarden Deckel. Um diese Unmengen an Müll einzusparen, haben sich verschiedene Städte dem deutschlandweiten Pfandsystem Recup angeschlossen oder verfügen über eigene Systeme der Nutzung von Mehrwegbechern. Nutzer können die Becher erwerben und an bestimmten Verkaufsstellen zu einem oft vergünstigten Preis nachfüllen lassen. In einigen Pfandsystemen kann man die Becher auch wieder abgeben und erhält das Pfand zurück.

Von Antje Ehlers

Um Ehrenamtlichen mehr Wertschätzung zukommen zu lassen und die Vereinsarbeit zu vereinfachen, haben sich die Finanzminister der Länder auf vier Punkte zur Stärkung des Ehrenamts geeinigt. Der Peiner CDU-Abgeordnete Christoph Plett begrüßt dies.

10.09.2019

Ein 22-jähriger Peiner hat zugelassen, dass ein Freund in seinem Auto Fahrübungen auf einem öffentlichen Parkplatz macht. Passanten fiel die unsichere Fahrweise auf, sie riefen die Polizei.

10.09.2019

Sie wurde bekannt durch die Girl-Rockgruppe „Cloud“ und das Lied „Substitute“ – am 15. September tritt sie nun in Peine auf: Und Cindy Alter wird nicht allein auf der Bühne stehen, der Peiner Bassist Rolf Vatteroth wird mit dabei sein. Karten gibt es nun auch bei der PAZ.

10.09.2019