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Stadt Peine Ingenieur-Büro für marode Hertha-Peters-Brücke steht fest
Stadt Peine Ingenieur-Büro für marode Hertha-Peters-Brücke steht fest
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08:00 30.04.2019
Die Hertha-Peters-Brücke in Peine ist seit Jahren marode. Jetzt soll sie erneuert werden. Quelle: Archiv
Peine

Neue Infos bezüglich der umstrittenen Hertha-Peters-Brücke in Peine, die bundesweite Berühmtheit erlangt hat. Das Ingenieur-Büros Grbv aus Hannover wird den Neubau der maroden Holzbrücke umsetzen. Vorher war der Vorwurf der „akuten Gutachteritis“ sowie Steuerverschwendung laut geworden (PAZ berichtete).

In den Unterlagen des städtischen Ausschusses für Planung und öffentliche Sicherheit, der am Mittwoch, 8. Mai, ab 17 Uhr im Rathaus tagt, steht, dass die Firma „Grbv Ingenieure im Bauwesen“ mit der Objekt- und Tragwerksplanung der Brücke betraut wurde. Sie führt über die Bundesstraße 65 und den Mittellandkanal. Grbv hat sich gegen drei Konkurrenten durchgesetzt.

Der Comedian Mario Barth in seiner TV-Show "Mario Barth deckt auf". Quelle: RTL

Was ist passiert? Sieben Gutachten hatte die Stadt Peine seit 2013 in Auftrag gegeben, bevor sich der Stadtrat erst im April 2018 für einen Neubau der Brücke ausgesprochen hat. Darauf wurde nicht nur der Bund der Steuerzahler aufmerksam, sondern auch das Fernsehen. Die RTL-Sendung „Mario Barth deckt auf“ des bekannten Comedians Mario Barth und das NDR-Satiremagazin „Extra 3“ haben ironisch über das Vorgehen berichtet. Das löste großen Streit in der Peiner Politik aus.

Die Hertha-Peters-Brücke aus Holz führt über die B 65 und den Mittellandkanal. Quelle: Archiv

Zur Vorgeschichte: Während einer Routinekontrolle wurde 2013 bei der damals 25 Jahre alten Brücke aus Bongossi-Tropenholz massiver Befall mit einem schädlichen Pilz festgestellt. Eine Sanierung wurde zu dem Zeitpunkt mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Das Gutachterbüro schlug vor, Teile des Tropenholzes durch Kunststoff und Stahl zu ersetzen. Da sich die Politik nicht darauf einlassen mochte, gab man weitere Gutachten in Auftrag. Erst im April 2018 wurde nach jahrelanger Diskussion der Neubau für etwa drei Millionen Euro beschlossen. Die Kosten für die Gutachten hat der Bund der Steuerzahler mit 148 000 Euro beziffert.

Von Thomas Kröger

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