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Stadt Peine Übergang von Krippe zu Kita: Das sagen Politiker
Stadt Peine Übergang von Krippe zu Kita: Das sagen Politiker
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20:00 18.02.2019
In Krippen betreute Kinder können in Peine auch nach dem Erreichen des dritten Lebensjahres in ihrer Einrichtung verbleiben, bis dort ein Kita-Platz frei wird. Quelle: dpa
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Peine

Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) hat entschieden, dass in Krippen betreute Kinder nach Erreichen des dritten Lebensjahres in ihrer Einrichtung bleiben können, bis ein Platz im Kindergarten-Bereich frei wird. Diese Entscheidung sei mit Kosten von rund 50 000 Euro bis Ende Juli verbunden, hieß es. Was sagen Peiner Politiker zu dieser Entscheidung? Die PAZ hat nachgefragt.

SPD: „Wir unterstützen diesen Weg“

Dietmar Meyer, SPD-Fraktionsvorsitzender, äußert sich ebenfalls positiv: „Die Entscheidung des Bürgermeisters ist für uns nachvollziehbar und insbesondere aus pädagogischen Gründen sicherlich richtig. Deshalb unterstützen wir diesen Weg. Nach meiner Kenntnis verfahren auch die anderen Gemeinden im Landkreis so. Wie so oft sind politische Entscheidungen aber auch Abwägungsprozesse. Nachrücker für freiwerdende Krippenplätze müssen manchmal länger warten und die Peiner Steuerzahler werden mit höheren Kosten von circa 50 000 Euro jährlich belegt. Trotzdem halten wir diese Entscheidung für richtig“, sagte er.

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Bürgermeister und Amtsleiter können sich Ergebnis nicht allein auf die Fahne schreiben

"Mit einem Schmunzeln nehmen wir die richtige, aber überfällige Entscheidung des Bürgermeisters zur Kenntnis", so CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Meier. "Wir freuen uns, dass wir nach Beschwerden und der Bitte nach Unterstützung der betroffenen Eltern eine Lösung herbeiführen konnten. Bisher wurden die Hinweise und Bedenken rigoros abgelehnt, was zu unserer Ratsanfrage geführt hat und mit der wir eine zeitnahe Entscheidung eingefordert hatten. Von daher ist die Lösung in unserem Sinne. Erfreulich wäre es gewesen, wenn sich Bürgermeister und Amtsleiter das Ergebnis nicht allein auf die Fahne schreiben würden, denn es ist ein gemeinsamer Ansatz, die bisherige Verfahrensweise zu ändern. Letztendlich gewinnen so die Kinder, die in der Krippe verbleiben können. Außer Acht lassen dürfen wir nicht die Kinder und Eltern, die auf einen Krippenplatz warten, der nun länger blockiert ist. Es muss dringend etwas im Bereich der Erweiterung der Kitas passieren, damit wir allen gerecht werden und den Anspruch als lebenswerte Kommune erfüllen", so Meier.

Von Kathrin Bolte