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Stadt Peine „Kinder im Blick“: Training für Peiner Eltern nach der Trennung
Stadt Peine „Kinder im Blick“: Training für Peiner Eltern nach der Trennung
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Helfen nach der Trennung (v.l.): Stefano Bernardi, Axel Malak, Gesine Götting und Hans-Peter Greve. Quelle: Jan Tiemann
Kreis Peine

Weihnachten und Silvester stehen bevor, was viele nicht wissen: „In der Zeit vor dem Jahreswechsel gibt es auch die meisten Trennungen“, erklärt Gesine Götting, Leiterin der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche beim Landkreis Peine. Pro Jahr kommen rund 800 neue Fälle in die Beratung. Gut 70 Prozent der Arbeit mache mittlerweile die Beratung bei Trennung und Scheidung aus, sagt Götting. Etwa 160 der neuen Fälle sind familiengerichtliche Verfahren.

„Kinder im Blick“

Ratsuchende können ohne Voranmeldung die wöchentliche „Trennungssprechstunde“ aufsuchen. Unter dem Titel „Kinder im Blick“ gibt es seit 2010 eine besonderes Elterntraining, das sich an Väter und Mütter in Trennung richtet, die sich fragen, wie sie ihre Kinder durch diese schwierige Zeit begleiten, aber dabei auch selbst wieder Kraft schöpfen können. Pro Jahr werden zwei Kurse angeboten, in denen jeweils etwa zehn Elternteile – ohne Ex-Partner – Wichtiges über die Bedürfnisse der Kinder lernen und konkrete Hilfe für den Alltag bekommen. Geleitet werden sie immer von zwei Sozialpädagogen.

Die Kurse sind in sieben Einheiten aufgeteilt. Ein Thema laut „Wir haben etwas gemeinsam – unser Kind“. „Dabei geht es um den Weg von der Partnerschaft hin zur Elternschaft“, sagt Stefano Bernardi. Dies sei ein langwieriger Prozess. Ein weiteres Thema dreht sich um Patchworkfamilien. „Kinder müssen sich umstellen, wenn ein neuer Partner dazukommt“, erklärt der Sozialpädagoge. Beleuchtet werde aber nicht nur die Kinderperspektive, sondern die aller Beteiligten.

Teilnehmer sind nicht allein

Eine wichtige Erfahrung der Kursteilnehmer ist, dass sie nicht allein sind und das sie auch Sichtweisen anderer Eltern kennenlernen. „Die Entspannung der Situation Trennung ist für Kinder das Wichtigste“, betont Sozialpädagoge Axel Malak. „Es gilt, Eltern in die Erlebniswelt der Kinder hereinzuführen.“ In den Kursen sei der Austausch fester Bestandteil. Alltagssituationen würden geübt und durchgespielt: „Wie kann ich damit umgehen?“, erklärt Malak.

Kurse im Jahr 2020

Der erste neue Trainings-Kurs (drei Blöcke) im kommenden Jahr beginnt am Samstag, 18. Januar, und findet an drei Samstagen von 9 bis 15 Uhr statt. Leiterinnen sind Katja Strube und Yasmin Rodriguez. Ein zweiter Kurs mit Stefano Bernardi und Axel Malak startet am Mittwoch, 2. September 2020. Dieser wird fortlaufend 14-tägig von 16.30 bis 19 Uhr angeboten. Veranstaltungsort ist die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendlicheam Rosenhagen 38 in Peine. Beim ersten Treffen ist ein einmaliger Kostenbeitrag für Material und Pausensnacks von 25 Euro zu entrichten.

Kontakt und Anmeldung

In der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche am Rosenhagen 38 in Peine arbeiten sechs Sozialpädagogen, drei Psychologinnen, eine Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin sowie eine Bürokraft. Die Telefonnummer lautet (0 51 71) 4 01 23 33 und E-Mail erziehungsberatung@landkreis-peine.de. Anmeldung und erste Beratung: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Dienstag von 13.30 bis 15 Uhr und Donnerstag von 13.30 bis 17 Uhr. Die Trennungssprechstunde findet Donnerstag von 15 bis 16.30 Uhr statt.

Von Jan Tiemann

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