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Stadt Peine Tödlicher Unfall bei Equord: Zweiter Vorfall innerhalb eines Jahres
Stadt Peine Tödlicher Unfall bei Equord: Zweiter Vorfall innerhalb eines Jahres
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22:51 12.12.2019
Die Feuerwehr zog das Auto mit der Seilwinde aus dem Straßengraben. Quelle: Feuerwehr Hohenhameln
Euqord

Eine Tragödie hat sich am Mittwochabend bei Equord ereignet: Bei einem schweren Verkehrsunfall kam der 59-jährige Fahrer eines Opel Corsa ums Leben. Er war von der regennassen Straße abgekommen und gegen einen Straßenbaum geprallt. Nachdenklich macht die Tatsache, dass vor fast genau einem Jahr an derselben Stelle ebenfalls ein tödlicher Unfall passierte.

Nach links von der Fahrbahn abgekommen

Am Mittwoch gegen 19.10 Uhr war der Mann mit seinem Fahrzeug auf der Landesstraße 413 von der Kreuzung „Deutscher Kaiser“ an der Bundesstraße 494 kommend in Richtung Equord unterwegs. „Kurz vor dem Ortseingang Equord kam er aus bisher nicht bekannten Gründen nach dem Durchfahren einer Linkskurve nach links von der nassen Fahrbahn ab“, beschreibt Peter Rathai von der Polizei den Unfallhergang.

Das Auto prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Straßenbaum. Die Wucht des Aufpralls sei so groß gewesen, dass der Baum die Karosserie bis in die Mitte des Fahrzeugs zusammengedrückt habe, berichtet der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Hohenhameln, Sebastian Haupt. Der 59-jährige Fahrer des Unfallwagens wurde in seinem Auto eingeklemmt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, er starb noch am Unfallort.

Auto mit Seilwinde aus dem Graben gezogen

Alarmiert worden waren um 19.16 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren aus Mehrum, Equord und Hohenhameln. „Wir haben den völlig zerstörten Pkw mit der Seilwinde aus dem Graben gezogen und den Mann aus dem Fahrzeug geborgen“, sagt Haupt. Während der Unfallaufnahme und der Bergung des verunglückten Pkw wurde die L 413 für rund eineinhalb Stunden voll gesperrt. Neben der Polizei und den rund 30 Einsatzkräften der Hohenhamelner Feuerwehren waren auch ein Notarzt und ein Rettungswagen vor Ort. Der Sachschaden beträgt rund 4000 Euro.

„Schockierend für alle Einsatzkräfte war, dass sich fast vor genau einem Jahr, am 21. Dezember 2018, an der gleichen Stelle ebenfalls eintödlicher Verkehrsunfall ereignet hat“, so Haupt. Damals verunglückte ein 40-jähriger Autofahrer in den frühen Morgenstunden. Der Unfallhergang verlief sehr ähnlich.

Die Feuerwehr holte den Mann mit einer so genannten Sofort-Rettung – dabei wird der Patient so schnell wie möglich aus dem Fahrzeug gerettet, auch wenn dadurch weitere Verletzungen riskiert werden – aus dem zerstörten Auto. Leider waren letztlich alle Bemühungen vergeblich, der Mann erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Bei Häufungen wird nach Ursachen gesucht

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres ist an der gleichen Stelle bei Equord ein Mensch durch einen Autounfall ums Leben gekommen. Muss man in solchen Fällen nicht genauer hinschauen, woran es gelegen hat, und gegebenenfalls Abhilfe schaffen? Die PAZ hat nachgefragt.

„Wenn sich Unfälle an bestimmten Punkten häufen, beleuchtet eine Unfallkommission die Hintergründe und schaut sich die Gegebenheiten vor Ort genau an. Der Kommission gehören Vertreter der Polizei, der Unteren Verkehrsbehörde und des Straßenbaulastträgers – im Fall Equord die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – an“, erklärt der stellvertretende Leiter der Landesbehörde, Michael Peuke.

„Es wird dann analysiert, was die Ursache sein könnte, und natürlich versucht, Abhilfe zu schaffen. Manchmal reicht schon zum Beispiel eine Änderung der Beschilderung. Mitunter sind auch bauliche Maßnahmen nötig“, so Peuke.

Ein Beispiel für die Reaktion der Behörden auf einen Unfallschwerpunkt im Landkreis Peine sei die sogenannte „Panzerkurve“ an der Bundesstraße 444 bei Edemissen, sagt Peuke. Dort hatten sich über Jahre hinweg immer wieder schwere Verkehrsunfälle ereignet, mehrfach mit tödlichem Ausgang. Daraufhin wurden an der Kurve bauliche Veränderungen vorgenommen. „Seither ist die Zahl der Unfälle deutlich zurückgegangen“, so der Experte.

Mitunter sei es nicht einfach, die Ursache für die Häufung der Unfälle festzustellen. „Manchmal liegt es daran, dass die Autofahrer den Fokus auf einen falschen Schwerpunkt setzen und dann das Wichtige übersehen. An einer Straße in der Gemeinde Vechelde zum Beispiel hat ein ungünstig stehender Straßenbaum Autofahrer immer wieder irritiert und zu Ausweichmanövern verleitet, die dann im Graben endeten“, nennt Peuke ein weiteres Beispiel. Aber auch Schilder, die aufgrund der Umgebung nicht gut wahrgenommen werden, könnten Ursache sein.

Von Kerstin Wosnitza

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