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Stadt Peine Tierschützer auf historischem Marktplatz
Stadt Peine Tierschützer auf historischem Marktplatz
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20:24 07.10.2012
Lautstark gegen Massentierhaltung: Die Tierschützer um Helga Laue. Quelle: im

„Einmal pro Woche Fleisch reicht“, erklärte Helga Laue von der Bürgerinitiative Lahstedt/Ilsede „Tier, Mensch und Umwelt“ via Mikrofon auf dem historischen Marktplatz. Einige wenige Passanten ließen sich von der Adenstedterin und ihren Mitstreitern wie Michael Hettwer von der Bürgerinitiative Munzel gegen Massentierhaltung, Eckard Wendt und Maria Groß von der Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung und Rüdiger Busch in Einzelgesprächen über Massentierhaltung aufklären.

Die Aktivisten prangerten nicht nur die Haltungsbedingungen für die Tiere an, sondern erklärten vor allem vor dem Hintergrund der Subventionen an den Geflügelschlachthof in Wietze auch die Zusammenhänge zwischen aktueller Politik und der Tiermäster-Lobby. „Massentierhaltung ist nicht nur quälend für die Tiere, sondern auch gesundheitsschädlich für die Menschen“, sagte Hettwer unter Verweis auf den Antibiotikaeinsatz und die Emissionen in Luft, Wasser und Erde durch die Großmast. „Auf der einen Seite unterstützen wir mit unseren Entwicklungsgeldern die kleinbäuerlich Landwirtschaft in der sogenannten dritten Welt, auf der anderen Seite werden die Bemühungen der dortigen Bauern durch mit EU-Agrarsubventionen geförderte Fleischlieferungen wieder zunichte gemacht. Das ist wirklich ein krankes System!“

Marianne König, agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Linken, forderte gesunde Nahrungsmittel für Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser.

„Es kann ja nicht sein, dass die Tiere unseretwegen so gequält werden“, sagten Henri Herzberg (13) aus Handorf und Maximilian Koch (13) aus Eixe. Die Demonstration war die erste Aktion der beiden jungen Greenpeace-Mitglieder. Sie fragten: „Was ist, wenn wir groß sind? Eine zweite Erde gibt es nicht!“

hui