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Stadt Peine Delegation aus Tansania holt sich Abwasser-Know-How in Peine
Stadt Peine Delegation aus Tansania holt sich Abwasser-Know-How in Peine
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00:16 06.07.2019
Seltener Besuch: Eine zehnköpfige Delegation aus Tansania besuchte die Peiner Kläranlage. Quelle: Jan Tiemann
Telgte

Seltener Besuch in Telgte: Eine zehnköpfige Delegation aus Tansania besichtigte dort jetzt die Peiner Kläranlage. Zustande gekommen war der Kontakt über das Norddeutsche Wasserzentrum (NWZ) mit Sitz in Peine.

Bei den Gästen aus Ostafrika handelte es sich im Fachleute aus dem Wassersektor, die eine 14-tägige Managementschulung in Celle absolvieren. Leiterin der Delegation ist Lyidia Joseph Massoro, stellvertretende Direktorin für Wasserversorgung im tansanischen Wasserministerium.

Fachleute aus dem Wassersektor informierten sich bei einer Führung über die Abwasserreinigung.

Nach einer Begrüßung durch NWZ-Geschäftsführer Peter Funk und Oliver Tatge, Technischer Leiter bei Stadtentwässerung Peine (SEP), informierte Abwassermeister Robert Keitemeier die Gäste über die Kläranlage.

500 Kilometer Kanalnetz

An den Standorten Woltorfer Straße (Verwaltung) und Vöhrumer Straße (Kläranlage) sind 45 Menschen beschäftigt. Die SEP ist für die Stadt Peine und die 14 Peiner Ortschaften zuständig. Sie betreut 500 Kilometer Kanalnetz mit etwa 12 000 Schachtbauten und 42 Pumpstationen.

„Die Kläranlage wurde und wird seit 1964 bis heute ständig erweitert und technisch erneuert“, schilderte Keitemeier. Sie ist von der Kapazität für 90 000 Einwohner (sogenannte Einwohnerwerte) dimensioniert. Gereinigt wird das Abwasser von 69 000 Einwohnern, die restlichen 21 000 Einwohnerwerte werden für die Industrie vorgehalten.

5,5 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt

„Gut 5,5 Millionen Kubikmeter Abwasser wurden 2018 gereinigt“, führte Keitemeier aus. Das Methangas aus den beiden Faultürmen reiche aus, um 70 Prozent der in Telgte benötigten Energie – Strom und Wärme – selber zu erzeugen. 4000 Tonnen Klärschlamm fallen pro Jahr an, die verbrannt werden müssten.

Als Herausforderungen für die Zukunft bezeichnete der Abwassermeister die Gebührenstabilität, die Entsorgungssicherheit und hier unter anderem die Phosphorrückgewinnung aus Abwasser oder Klärschlamm. Ein weiteres Feld sei die Filterung des Abwassers von Spurenstoffen an Schwermetall, Medikamenten und Mikroplastik.

Im Anschluss führte Thomas Wisotzki die ostafrikanischen Besucher über die Anlage und erläuterte sämtliche Bereiche vom Vorklärbecken über die Biologie und Nachklärbecken bis zu den Schönungsteichen. Dazu gab er unter anderem Einblicke in die Belüftungsstation und das Blockheizkraftwerk. Zwischendurch blieb auch immer wieder Raum für angeregte Fachgespräche.

Von Jan Tiemann

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