Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Tag der Umwelt: So setzt sich Peine für Klima- und Umweltschutz ein
Stadt Peine Tag der Umwelt: So setzt sich Peine für Klima- und Umweltschutz ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:29 05.06.2019
Auch wenn die meisten Insekten sehr klein erscheinen mögen, sie sind enorm wichtig für die Natur und die Versorgung des Menschen. Quelle: Archiv
Kreis Peine

Weltweit gehen junge Menschen immer freitags auf die Straße, um unter dem Motto „Fridays for Future“ gegen die ihrer Meinung nach verfehlte Klimapolitik zu demonstrieren. Umweltschutz bedeutet, dass wir mit unserer Erde und unserer Umwelt nachhaltig umgehen. Nur so können wir alle noch lange und gut auf ihr leben. Daran erinnert auch der weltweite „Tag der Umwelt“ am 5. Juni.

Tag wird in Deutschland seit 1976 gefeiert

In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. In Deutschland wird dieser Tag seit 1976 gefeiert.

Das Motto in diesem Jahr lautet: „Insekten schützen – Vielfalt bewahren!“ Denn: Der Bestand und die Artenvielfalt der Insekten in Deutschland, aber auch weltweit, gehen immer weiter zurück. 42 Prozent aller Insektenarten ist bereits als gefährdet, extrem selten oder bereits ausgestorben eingestuft, heißt es beim Bundesumweltministerium.

Ökosystem ist auf Insekten angewiesen

Auch wenn die meisten Insekten sehr klein bis winzig erscheinen mögen, sie sind enorm wichtig für die Natur und die Versorgung des Menschen. Das Ökosystem ist auf ihre Arbeit angewiesen. Um den vielfältigen Ursachen für das Insektensterben entgegenzuwirken erarbeitet das Bundesumweltministerium auch aktuell das „Aktionsprogramm Insektenschutz“, das bis Sommer 2019 beschlossen werden soll.

Klimaschutz-Challenge ins Leben gerufen

Umweltschutz beginnt aber schon im eigenen Umfeld. „Wir müssen etwas tun!“ Dies sagen auch immer mehr junge Menschen in der Region, die für den Klima- und Umweltschutz auf die Straße gehen. Auch die drei Tageszeitungen PAZ, AZ und WAZ sind bei diesem am Start und haben gemeinsam die Klimaschutz-Challenge #EsIstUnsErnst ins Leben gerufen.

Mitmachen beim Klimaschutz

Du willst an unserer Aktion #EsIstUnsErnst teilnehmen? Nichts einfacher als das. Folge einfach diesen drei Schritten, um dein Projekt, deine Aktion oder dein Engagement vorzustellen:

1. Klicke zunächst auf www.esistunsernst.de und registriere dich dort.

2. Nach erfolgter Registrierung navigierst du bitte auf der Startseite zum Menüpunkt „Artikel erstellen“.

3. Dort findest du eine Artikel-Maske, die du ganz einfach ausfüllen kannst: Gib dem Artikel eine Überschrift, füge deinen Text ein, lade ein Artikelbild hoch und wähle in einer Liste einen Ort aus, an dem der Text später zu finden sein soll. Fertig.

Nachdem du deinen Artikel erstellt und losgeschickt hast, erhältst du eine kurze Nachricht. Wir werden den Text umgehend prüfen und veröffentlichen.

Jungen Menschen aus der Region wird im Internet unter www.esistunsernst.de eine eigene Plattform zur Verfügung gestellt, auf der sie zeigen können, dass sie auch in ihrem Alltag ganz konkret etwas für den Umweltschutz tun. Mitmachen ist ganz einfach: Jeder zwischen 12 und 22 Jahren kann auf www.esistunsernst.de sein persönliches Umwelt-Projekt mit Texten, Fotos und Videos vorstellen.

Insekten sind Grundlage für unser Leben

Insekten und alle anderen wirbellosen Tiere bilden die Grundlagen für unser Leben. Sie bestäuben die Blüten und zersetzen alle toten organische Stoffe, damit der Kreislauf des Lebens weiter gehen kann“, sagt Betina Gube, Leiterin des Peiner Tier- und Ökogartens in Vöhrum. Dabei sei es einfach, unseren einheimischen Tieren und Pflanzen zu helfen, indem ihnen neuer Lebensraum zur Verfügung gestellt wird: Futter und geschützte (Brut)plätze.

Hecken bieten Tieren Rückzugsgebiete

Viele Wegränder und brachliegende Flächen würden mehrfach im Jahr kurzgemäht. „Eine Mahd nach der Fruchtbildung mit Abtransport des Schnittgutes wäre die einfachste Maßnahme, Tieren und Pflanzen einen guten Lebensraum zu bieten“, betont Gube. Hecken, die das ganze Jahr über im Wechsel blühen, bieten Honigbienen und allen anderen Tieren, auch den Vögeln, Futter und Rückzugsgebiete. Die Hecken sollten dann Jahr für Jahr abschnittweise „auf Stock“ gesetzt, also heruntergeschnitten und das Schnittgut als Benjeshecke vorgelagert werden.

Totholz als Brutstätte

Totholz, also dickere Baumstämme, nutzen viele Insekten als Brutstätte. Die vielen kleinen Löcher, die sie hineinnagen und in denen sie ihre Eikammern anlegen, sehen aus wie Bohrlöcher. Andere Wildbienen benötigen Sand oder Lehmboden für ihre Brutstätten. Steinhaufen oder Trockenmauern bieten Verstecke für Spinnen, Käfer und andere Krabbler, die wiederum für das Nahrungsgefüge und Gleichgewicht wichtig sind.

Mauern mit Efeu bepflanzen

„Einheimische Pflanzen, Wildblumenstauden, die jedes Jahr wieder ausschlagen, sind dabei zu empfehlen. Kahle Mauern können mit Efeu bepflanzt werden, der im Herbst blüht und so allen Bienen einen guten Vorrat für den Winter anbietet“, rät Gube

Gute Beispiele gibt es in Ilsede, wo die Bio AG eine Trockenmauer auf dem Hüttengelände errichtet hat. Vor der IGS in Vöhrum haben Schüler einen Blühstreifen angelegt und einen kahlen Schulhof mit Kletterpflanzen sowie Wildstauden begrünt.

Streuobstwiesen in Groß Lafferde und Meerdorf

„Der Naturschutzbund Nabu Peine betreut momentan Streuobstwiesen in Groß Lafferde und Meerdorf.“, berichtet Marlies Gräwe, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen des Nabu. „Um die Streuobstwiese langfristig zu erhalten wurden im vergangenen Jahr im Rahmen eines von der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Mitmach-Projektes des Nabu Niedersachsen neun hochstämmige Obstbäume alter Sorten und eine Sommerlinde auf der Fläche in Meerdorf gepflanzt. Ebenso stehen auf der Fläche Bienenstöcke, die im hinteren Teil der Fläche von etwas älteren Obstbäumen umgeben sind.“

Engagement für Eulen und Käuze

Der Nabu Peine engagiere sich außerdem für Eulen und Käuze sowie Greifvögel, insbesondere sind hier die Betreuung von 110 Nistkästen für Schleiereulen im ganzen Landkreis zu nennen. „Neben der Unterhaltung der Nistkästen erfasst der Nabu Peine die jährlichen Bruterfolge dieser Eulenart. Die Schleiereule ist ein sogenannter Kulturfolger – deshalb haben wir eine besondere Verantwortung für diese Tiere“, so Gräwe.

Von Jan Tiemann

Auch am heutigen Mittwoch gibt es im Kreis Peine Tempokontrollen. Der Landkreis hat die zu erwartenden Einsatzorte wie immer schon vorab bekanntgegeben.

05.06.2019
Stadt Peine Pflanzenschutzmittel Carbofuran - Entsetzen über Giftköder in Peine

Atemlähmung und Blutdruckabfall – der Kontakt mit dem verbotenen Pflanzenschutzmittel Carbofuran kann tödlich enden. In Peine gibt es nun anscheinend einen Giftköder mit dem gefährlichen Stoff, ein Vogel ist bereits gestorben. Und das ist nicht der erste Fall...

04.06.2019

Am 3. April kam es zu einem Großbrand in der Tiefgarage des Klawiter-Gebäudes. Jetzt spricht Inhaber Bernd Klawiter über die Zukunft seines Einrichtungsgeschäfts. Soviel sei verraten: es soll weitergehen.

07.06.2019