Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Südlink-Stromtrasse: Entscheidung fällt am Donnerstag
Stadt Peine Südlink-Stromtrasse: Entscheidung fällt am Donnerstag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:52 19.02.2019
In solchen Rohren werden die Kabel für den Südlink verlegt. In einem Graben sollen dann zwei bis vier Rohre untergebracht werden.
In solchen Rohren werden die Kabel für den Südlink verlegt. In einem Graben sollen dann zwei bis vier Rohre untergebracht werden. Quelle: dpa
Anzeige
Kreis Peine

Südlink soll den windreichen Norden mit den Ballungszentren im Süden verbinden und könnte durch den Landkreis Peine führen (PAZ berichtete). Die Südlink-Trasse liegt im Verantwortungsbereich des Netzbetreibers Tennet, eine 100-prozentige Tochter des holländischen Finanzministeriums. Tennet möchte mit der etwa 600 Kilometer langen Hochspannungsleitung Südlink norddeutschen Windstrom bis nach Bayern transportieren.

Baukosten: Zehn Milliarden Euro

Das strittige Thema begann 2014, da schlugen die beiden Betreiberfirmen einen Verlaufsplan für die Trasse von Wilster bei Hamburg nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt vor. Die Leitungstrasse führt dabei von Schleswig-Holstein über Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen nach Bayern. Zunächst waren riesige Strommasten geplant, aber auch als Reaktion auf massiven Druck der Öffentlichkeit soll das „Kernprojekt der Energiewende“ nun unter die Erde verlegt werden. Im Kreis Peine könnte die Leitung nach derzeitigem Stand durch die Gemarkungen Röhrse, Oelerse, Vöhrum, Schwicheldt, Hofschwicheldt, Solschen und Adenstedt führen. Die Baukosten betragen etwa zehn Milliarden Euro, mit der Fertigstellung wird nicht vor 2025 gerechnet.

Interessenverband stellt Forderungen

Zuletzt hatte der Interessenverband Südlink der Forderung nach einem fairen finanziellen Ausgleich für die Nutzung der betroffenen Flächen der Landwirte Nachdruck verleihen. Statt einer einmaligen Zahlung in bislang unbekannter Höhe wurden jährlich wiederkehrende Zuwendungen gefordert sowie das Ausschöpfen aller technischen Möglichkeiten, um ressourcenschonend zu arbeiten. Die beiden Vorsitzenden des 150 Mitglieder zählenden Interessenverbandes Südlink sind Hans-Werner Behrens aus Röhrse und Karl-Gerhard Giffhorn aus Solschen.

Von Thomas Kröger