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Stadt Peine Sternenglanz über Peine: Das steckt hinter dem Feuerwerk
Stadt Peine Sternenglanz über Peine: Das steckt hinter dem Feuerwerk
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23:00 05.07.2019
Das Feuerwerk beim Freischießen in Peine. Quelle: Archiv
Peine

Effekte wie Kugelbomben mit Saturnring und innenliegendes Sternenzentrum, Palmenbomben, Crossettebomben und Falling Leaves – bei denen viele kleinen Blüten zu sehen sind –, gab es am Freitagabend am Peiner Nachthimmel. Immer wieder zieht das Feuerwerk zum Peiner Freischießen viele Besucher an. Doch wie viel Arbeit und Vorbereitung steckt in so einem Feuerwerk? PAZ hat bei den verantwortlichen Pyrotechnikprofis aus Goslar nachgefragt. 

Die Wirkungsweise eines Großfeuerwerkes hänge nicht allein vom finanziellen Einsatz ab, sondern auch von der Lage des Abbrennplatzes, dem Wetter, am Abbrenntag und der Kunst des Pyrotechnikers, erklärt Sven Schneider, Inhaber der gleichnamigen Pyrotechnikfirma aus Goslar. „Der Pyrotechniker steht vor der Herausforderung, die ihm zur Verfügung stehenden pyrotechnischen Artikel wirkungsvoll zu komponieren.“ Dabei sei die Zusammenstellung des Feuerwerks eine technische und fantasievolle Kleinarbeit, die praktisch am Schreibtisch beginne, und mit dem Zünden des Feuerwerks ende.

Und wie ist das in Peine?

Für das Feuerwerk zum Peiner Freischießen sind zwei Pyrotechniker der Firma Schneider vor Ort, die pyrotechnischen Gegenstände auf dem Abbrennplatz im Bereich des Stadtparks aufbauen. Rund drei Stunden nehmen die Montage-Arbeiten in Anspruch und sehen weitaus weniger romantisch aus, als das, was später am Himmel zu sehen ist. Schwere Batterien – die wesentlich größer aussehen, als das, was von Silvester bekannt ist – werden hin und her geschleppt. „Wir haben hier sogenannte Großbomben, mit einer Steighöhe von 154 Metern, die bei circa 120 Metern Höhe explodieren. Das macht ein Höhenfeuerwerk aus“, erklärt der Pyrotechniker vor Ort, Thomas Hagemann.

Peiner Feuerwerk ist sehr beliebt

Sehr beliebt ist das Feuerwerk in Peine und wird jedes Jahr mit viel Beifall bedacht. Sven Schneider, der schon sein ganzes Leben lang Großfeuerwerke abbrennt, sagt: „Menschen eine Freude zu bereiten, das ist es was meine Arbeit ausmacht.“ Man dürfe aber auch nicht vergessen, dass es sich um eine gefährliche Arbeit handelt. Daher vertritt Schneider den Slogan „Sicherheit geht vor Sensationslust“.

So entstand das Feuerwerk

„Die Erfindung des Feuerwerks ging der Entdeckung des Schießpulvers voraus, so nimmt man an“, beginnt Firmeninhaber Sven Schneider. „Erst bemerkte man, dass mit Salpeter, er birgt den erforderlichen Sauerstoff, ein Feuer heller brennt, dann dass dies gemischt mit geriebener Holzkohle leicht entflammbar ist und dass Eisenspäne im Feuer Funken sprühen lassen. Noch heute findet in China ein ähnliches Gemisch in Feuerwerkskörpern Verwendung. Solche Gemische steckte man in Bambusrohre und stellte fest, dass diese pyrotechnische Mischung nach dem Anzünden explosionsartig entweicht. Für Raketen oder Feuerwerkskugeln aber, noch heute Höhepunkte aller Feuerwerkerei, war die Entdeckung des Schießpulvers Voraussetzung – obwohl nicht jedes Feuerwerk Schießpulver braucht. 

Heute werden die Gemische in Kugeln aus Ton, Pappe oder Eisen oder in zylinderförmige Hülsen aus Bambus, Pappe und Eisen gefüllt“, so Schneider, der mit seinem Team seit vielen Jahren das Feuerwerk zum Freischießen gestaltet.

Von Kathrin Bolte

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