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Stadt Peine So kommt die kleine „Weihnachtsstadt“ bei den Peinern an
Stadt Peine

Statt Weihnachtsmarkt in Pein: So kommt die kleine „Weihnachtsstadt“ an

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16:00 28.11.2021
Schöne Überraschung: Heidi Mendel hatte sich als Pfefferkuchenmann verkleidet und die Kinder an den Fahrgeschäften auf dem Peiner Markt erfreut.
Schöne Überraschung: Heidi Mendel hatte sich als Pfefferkuchenmann verkleidet und die Kinder an den Fahrgeschäften auf dem Peiner Markt erfreut. Quelle: Katrin Hoffmann
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Peine

Für die Kinder machte die Ausweichlösung keinen Unterschied, sie freuten sich über die zwei Fahrgeschäfte, die ihre Runden auf dem historischen Markt drehten. Kaum schalteten sich die Lichter bei einsetzender Dämmerung ein, füllte sich auch der Platz. Überwiegend Familien mit kleinen Kindern zog es an das Kinderkarussell und die Bimmelbahn und die durften sogar über eine kleine Überraschung staunen: Heidi Mende hatte sich als Pfefferkuchenmann verkleidet. „Sonst bin ich immer beim Laternenumzug dabei. Dann komme ich halt so zu den Kindern“, sagte sie.

Mandeln und Zuckerwatte sorgten für strahlende Kinderaugen

Gut besucht: Das Kinder-Karussel. Quelle: Katrin Hoffmann

Für strahlende Kinderaugen sorgte auch die Bude mit gebrannten Mandeln und Zuckerwatte, die ebenfalls auf dem Markt stehenbleiben durfte. Jessica Madaus hofft trotz der Veränderung auf gute Geschäfte: „Wir sind froh, dass wir weiter öffnen dürfen und planen nur von einem auf den anderen Tag.“ Einige Standbetreiber haben den Versuch gewagt und sind mit ihrem Stand in die Fußgängerzone umgezogen. Die einhellige Meinung dieser war: „Besser weniger Geschäft als gar keins, wie letztes Jahr.“ Insgesamt sechs Buden mit süßen und herzhaften Leckereien haben sich auf die Fußgängerzone verteilt.

Viele Tannenbäume und Lichter

Die schöne Weihnachtsbeleuchtung und die vielen Tannenbäume – ein bisschen Vorweihnachtsstimmung konnte da schon aufkommen. Familie Nöthling aus Schwichelt fand sogar, „dass die Buden über die Innenstadt verteilt richtig gut sind. Das entzerrt alles und es gibt kein Gedränge. Das könnte man eigentlich immer so machen.“ Um eine richtige Weihnachtsmarktstimmung in die ganze Innenstadt zu transportieren, hätte es sicher mehr Buden und einen Glühweinstand gebraucht, den vermissten viele. So war hinter der St. Jakobi-Kirche Schluss. Aber alle Besucher meinen: Besser als gar nichts.

Ein Blick in die weihnachtlich beleuchtete Peiner Innenstadt. Quelle: Katrin Hoffmann

Den Glühwein-Durst stillten die Peiner stattdessen bei Euling

Ganz auf Glühwein verzichten müssen die Peiner aber nicht, den gab es dafür im nahegelegenen Ausschank des Weinhandels Euling. Den Unterschied machte eine Corona-konforme Einlasskontrolle im Hof des Weinhandels. So zog es viele zu fortgeschrittener Stunde oder nach dem Einkaufsbummel zum Amtshof. Sie ließen den Abend dort bei Musik, Feuerkörben und guten Gesprächen ausklingen.

Beim Glühwein am Feuerkorb wären – das geht auf dem Euling-Hof. In der Fußgängerzone hingegen darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. Quelle: Katrin Hoffmann

Bereits am Freitag hatten Peines Einzelhändler zum Moonlight Shopping geladen. Die Geschäfte hatten bis 21 Uhr geöffnet. Leider beteiligten sich wieder nicht alle Geschäfte, so dass für den einen oder anderen die Zuverlässigkeit fehlt. Die, die geöffnet hatten, waren allerdings zufrieden. Der Vorteil: Abstandhalten und trotzdem in Ruhe einkaufen – das war zu späterer Stunde kein Problem.

Von Katrin Hoffmann