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Stadt Peine Staatssekretär besuchte kriselndes Klinikum
Stadt Peine Staatssekretär besuchte kriselndes Klinikum
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19:31 22.05.2019
Landrat Franz Einhaus (l.) und Heiger Scholz, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung,
Landrat Franz Einhaus (l.) und Heiger Scholz, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Quelle: Kathrin Bolte
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Peine

„Peine profitiert von den Oberzentren – im Bezug auf das Klinikum ist die Lage jedoch eher nachteilig. Dennoch braucht Peine einen Rund- und Regelversorger.“ Mit diesen Worten bekannte sich Heiger Scholz, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, zum Klinikum, das er am Mittwoch besuchte.

Das Land Niedersachsen zum Standort Peine

Zusammen mit Landrat Franz Einhaus (SPD) und dem Vorstand des Peiner Klinikums sowie der AKH-Gruppe aus Celle traf sich der ehemalige Stadtdirektor von Seelze, um über die Zukunft des Standorts Peine zu diskutieren, sich ein Bild zu machen und aus Sicht des Landes Niedersachsens zu sprechen.

„Was überdacht werden muss, sind die Patientenströme. Nur rund 45 Prozent aus dem Landkreis Peine kommen hier im Klinikum an. Ein gesunder Wert wären 50 bis 60 Prozent“, machte Scholz deutlich.

Dass ein Regelversorger mit einer qualifizierten Chirurgie und inneren Medizin zwischen den Maximalversorgern bestehen muss, stünde außer Frage. Doch es sei eine große Herausforderung, ein solches Krankenhaus kostendeckend zu führen. „Das Land ist nicht zuständig für die Übernahme der Betriebskosten, sondern für die Investitionen“, gab Scholz an, „daher stehen auch immer noch die zehn Millionen Euro für die Sanierung der OPs in Peine auf dem Plan. Jedoch nur, wenn auch der Fortbestand des Standorts Peine gesichert ist“, hieß es weiter.

Landrat Einhaus ist guter Dinge

Eine nähere Aussage dazu konnte Landrat Franz Einhaus nicht machen. Sehr wohl sei er aber guter Dinge, was in Gesprächen mit Dr. Martin Windmann, Vorstandsvorsitzender der AKH-Gruppe, begründet sei. „Herr Windmann hat deutlich gemerkt, in welchen Dimensionen die Begleitung des Prozesses von kommunaler Seite her erforderlich ist. Ganz klar sage ich, der Landkreis Peine lässt das Krankenhaus nicht alleine.“ Auch mit Peines Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) habe Einhaus „sehr konstruktive Gespräche geführt“.

Warten auf das Gutachten

Nun hänge alles weitere vom bald zu erwartenden Gutachten ab. An das schließt sich das eigene Gutachten des Landkreises an, das praktisch eine Empfehlung für das weitere Vorgehen darstellt und verschiedene Szenarien ermöglicht. „Geschaut wird dabei nicht nur auf die Finanzen, sondern auch auf die Bindestruktur und darauf, wo Synergien im kaufmännischen Bereich und im Management gegeben sind“, erläuterte Einhaus.

Von Kathrin Bolte