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Stadt Peine Musiker brillieren bei Aufführung des „Messias“
Stadt Peine Musiker brillieren bei Aufführung des „Messias“
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14:10 17.12.2019
Gemeinsam führten die Kirchenkreiskantorei und das Göttinger Barockorchester den „Messias“ von Händel auf. Quelle: Ralf Büchler
Peine

„Hallelujah“ und „Glory to god“ haben am Montagabend in der Peiner St. Jakobi-Kirche für Gänsehaut gesorgt. „Großartig!“, „Eine grandiose Aufführung!“, „Mal wieder ein Erlebnis!“: So lauteten die Reaktionen nach der fulminanten musikalischen Aufführung von Georg Friedrich Händels „Messias“, der nach langer Zeit wieder in Peine aufgeführt wurde.

Musiker verzaubern das Publikum

Mit vollem Klang vermochten das Göttinger Barockorchester und der Kirchenkreiskantorei St. Jakobi die Zuhörer zu verzaubern. Solisten boten – wie unter der Leitung von Kirchenkreiskantor Christof Pannes nicht anders zu erwarten – die von einfühlsam bis strahlend die ganze Bandbreite der Händelschen Arien und Duette virtuos dar. Magdalene Harer (Sopran) zeigte sich in der ganzen Bandbreite ihrer Stimme hervorragend, Michelle Neupert (Alt) war in Tiefe und Höhe ihrer Stimme sehr präsent, Florian Brauer (Tenor) klang leicht und präzise und Hans Christian Hinz als mal samtener und mal in aller Fülle brillierender Bass.

Tenor Florian Brauer überzeugte durch Leichtigkeit und Präsenz.

Gespannte Erwartung war vor dem ersten Einsetzen der Musik genauso auf den Gesichtern der Musizierenden und in der Kantorei abzulesen wie von den Gesichtern der Gäste, die die große Kirche bis fast auf den letzten Platz füllten.

Kirchenkreiskantor Christof Pannes hat es verstanden, vom ersten Moment an Spannung aufzubauen und bis zum Schluss zu halten – und dann diesen vor 277 Jahren uraufgeführten Diamanten der Musikgeschichte in der ganzen Bandbreite und mit vollem Körpereinsatz zum Leuchten bringt. Der Funke der Musik sprang vom ersten Moment an über: Hohe Kunst aller Beteiligten, die sehr angemessen dem Werk folgten.

Werk „erzählt“ Geschichte von Jesus Christus

In drei Teile hat Händel seine „Erzählung“ der Jesus-Christus-Geschichte gegliedert. Dabei „erzählt“ er aber eigentlich nicht im wörtlichen Sinn, sondern mit den Texten (Libretto Charles Jennens) aus Altem und Neuen Testament in seiner Musik. Dabei lädt die Interpretation in der St.-Jakobi-Kirche sein Oratorium nicht unnötig auf, sondern folgt den Händelschen Linien.

Engagiert dirigierte Kirchenkreiskantor Christof Pannes die Sänger und Musiker. Quelle: Ralf Büchler

Das Orchester brillierte in sehr gut balancierter Besetzung neben den Streichinstrumenten mit Trompeten, zum Teil doppelt besetzten Stimmen und sogar einem Kontrafagott in seinen Reihen. Es musizierte sehr transparent, mit feinsten Nuancen und verschmolz an vielen Stellen mit der Kantorei zu einem Ganzen. Ein Genuss, dass auch das berühmte „Hallelujah“ nicht bombastisch aufgeblasen klang, sondern so spielfreudig und anfangs leicht musiziert wurde, wie man es leider nicht allzu oft zu hören bekommt.

Standing Ovations zum Abschluss

Auch die Kantorei agierte so. Sie hatte spätestens hier die innere Anspannung abgelegt und folgte dem Dirigat von Christof Pannes meist leicht und manchmal beinahe tänzerisch. Nebenbei: Sie war wieder einmal eine Kantorei, die sich wirklich in das Werk hinein gibt, und durch die unterschiedlichen Klangfarben hindurch bis zur großen Amen-Fuge am Schluss das Publikum mitnimmt und ihr Können dem Gesamtwerk der Aufführung widmet.

Nach dem letzten großen Amen erfüllte atemlose Stille den Kirchenraum, die sich schließlich in starkem, anhaltenden Applaus Bahn brach. Standing Ovations – und eine Zugabe, bei der Teile des Publikums enthusiastisch mitsangen: „Hallelujah!“

Von Frank Niemann

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