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Stadt Peine Sporthundeverein: Wirbel um möglichen Abriss des Vereinsheims
Stadt Peine Sporthundeverein: Wirbel um möglichen Abriss des Vereinsheims
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12:00 27.07.2017
Muss das Vereinsheim des Peiner Polizeisporthundevereins am Goltzplatz abgerissen werden? Quelle: Dr. Nicole Laskowski
Peine

Kurios ist das Geschehen, das sich derzeit um den PHSV und sein Trainingsgelände ereignet. Dieses liegt nämlich in unmittelbarer Nähe des geplanten Neubaugebietes am Goltzplatz. „Wir haben die Stadt Peine gebeten, die künftigen Grundstückseigentümer über unseren Trainingsbetrieb und die damit einhergehenden Beeinträchtigungen durch Hundegebell zu informieren. Gleichzeitig würden wir uns wünschen, im Grundbuch für die neuen Grundstücke eine Baulast einzutragen, die sich auf die Nutzung unseres Geländes und mögliche Beeinträchtigungen dadurch bezieht sowie eventuell für entsprechenden Lärmschutz zu sorgen“, erklärt Vereinsvorsitzende Silke Dannenberg. Bereits vor 13 Jahren gab es eine Klage eines Anwohners wegen Lärmbelästigung. Diese blieb jedoch erfolglos. Um künftigen Streit mit den neuen Nachbarn zu vermeiden, möchte der Verein gerne im Vorfeld alles geklärt wissen.

„Nun fordert die Stadt aber von uns den Abriss unseres Vereinsheimes, das auf dem Gelände steht. Um es zu erhalten, müssen wir den genehmigten Bauantrag vorlegen. Das ist uns nicht möglich, da bei einem Brand im Jahr 1974 fast alle unsere Papiere dem Feuer zum Opfer gefallen sind. In einem Protokoll aus dem Jahr 1967/68 steht aber, dass der Antrag gestellt wurde“, berichtet Dannenberg. Zudem sei auf dem Bebauungsplan das Gebäude eingezeichnet – ein wichtiges Indiz für die Rechtmäßigkeit des Baus.

Zudem gab es bereits 2002 einen Schriftwechsel mit der Stadt, in dem zugesichert wird, dass bei einer Bebauung des angrenzenden Gebietes auf die Sportanlage und deren Nutzung hingewiesen wird.

Nun wird sich der seit 1948 bestehende Verein, dem das Gelände am Goltzplatz seit 1957 gehört, anwaltlich beraten lassen. Zurzeit hat der Verein 75 Mitglieder. Viele von ihnen trainieren regelmäßig mit ihren Vierbeinern auf dem Platz und üben unter anderem Fährten verfolgen, Unterordnung oder Schutzdienst. Regelmäßig richtet der Verein auch Wettkämpfe aus.

Weitere Informationen unter www.phsv-peine.de.

Stellungnahme der Stadt Peine

Zu dem Thema PSHV-Vereinsheim am Goltzplatz erklärt Stadtsprecherin Petra Neumann auf PAZ-Anfrage: „Die Vertreter des Vereins haben Herrn Bürgermeister Klaus Saemann um ein Gespräch zu den Maßnahmen, die am Goltzplatz durchgeführt wurden, und zu dem voraussichtlich künftig zu erschließenden Baugebiet gebeten. Hierzu fanden in der Zwischenzeit bereits zwei Gespräche statt.“

Zur Vorbereitung eines der Gesprächstermine mit den Vereinsvertretern habe man die Bauakten, die das Gelände des Hundesportvereins und den Bebauungsplan betreffen, gesichtet. „Bei dieser Sichtung wurde festgestellt, dass weder für den Betrieb des Hundesportplatzes noch für die Gebäude auf dem Gelände eine Genehmigung in den städtischen Unterlagen vorhanden ist“, so Neumann. Der Verein habe aber bei dem Gespräch angegeben, dass diese Unterlagen im Verein vorhanden seien. Die Vertreter des Vereins seien daher darum gebeten worden, der Stadt die vorhandene Baugenehmigungen zur Verfügung zu stellen, „da insbesondere für die Gebäude sogar negative Stellungnahmen aus dem Jahr 1969 bei der Stadt vorhanden sind, die damals auch dem Verein zugegangen sind“.

Anders als von den Vereinsvertretern vermutet, sei eine Darstellung in den Katasterplänen, die auch als Grundlage für den Bebauungsplan dienen, kein Indiz dafür, ob es sich hier um genehmigte oder ungenehmigte Bauten handelt. Gleiches gelte sinngemäß für eine Sickergrube oder einen Stromanschluss. Neumann: „Es ist daher für die Stadtverwaltung zu vermuten, dass die Gebäude rechtswidrig errichtet worden sind. Sollte kein Nachweis einer rechtmäßigen Errichtung möglich sein, müsste vom Verein in einem baurechtlichen Verfahren dargestellt werden, ob die vorhandenen Anlagenbestandteile genehmigungsfähig sind. Dies kann in Form eines Bauantrages erfolgen.“

Es sei jedoch ratsam, vorher die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen zu prüfen, insbesondere das Umwelt- und Naturschutzrecht habe hier in der Vergangenheit zu verneinenden Stellungnahmen geführt. Die Stadt stehe dem PSHV selbstverständlich zur Verfügung, um die Rahmenbedingungen zu klären.

Von Dr. Nicole Laskowski

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