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Stadt Peine So hilft die Erwerbslosen-Initiative bei Hartz IV und Arbeitslosigkeit
Stadt Peine So hilft die Erwerbslosen-Initiative bei Hartz IV und Arbeitslosigkeit
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15:41 28.01.2020
Stehen in regelmäßigem Austausch (v.l.) Ulrich Boes (EIP), CDU-Landtagsabgeordneter Christoph Plett und Hartmut Germer (ErSe-Pe). Quelle: Jan Tiemann
Peine

Drohender Jobverlust, Arbeitslosigkeit, Harz IV: Es kann ganz schnell gehen und guter Rat ist dann wertvoll, er muss aber nicht teuer sein. Seit fast 15 Jahren gibt es die Erwerbsloseninitiative Peine (EIP) und in deren Trägerschaft die Erwerbslosen-Selbsthilfe-Peine (ErSe-Pe). Die ehrenamtlichen Helfer sind Bindeglied unter anderem zwischen Antragsteller und Jobcenter, werden unterstützend und vermittelnd tätig – und das kostenlos.

„Jeder Arbeitslose, ist einer zuviel“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Plett. Er steht seit drei Jahren in Kontakt und Austausch mit den Ehrenamtlichen. Es gelte, alle Möglichkeiten zu nutzen, damit Menschen aus Arbeitslosigkeit und Hartz IV wieder rauskommen. Hier würden die EIP und die ErSE-Pe einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Ehrenamtlichen stehen in engem Kontakt zum Jobcenter des Landkreises Peine. Quelle: Archiv

Während sich der Trägerverein Erwerbslosen-Initiative unter dem Vorsitz von Ulrich Boes über Mitgliedsbeiträge – ein Euro pro Monat – und Spenden finanziert, wird die Erwerbslosen-Selbsthilfe mit 13 500 Euro pro Jahr vom Sozialministerium unterstützt. Diese bis zum 31. Dezember 2019 befristete Förderung wurde nun bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Plett hilft hier als „Türöffner“ und Kontaktperson und steht in direktem Kontakt zur Sozialministerin Dr. Carola Reimann (SPD).

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Ehrenamtlichen bieten Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützen Ratsuchende bei Anträgen und Behördengängen. „Neben Hartz IV und Arbeitslosigkeit kommen mit Wohnungsnot, Wohngeldrecht und Altersarmut neue Problemfelder auf uns zu“, erklärt Boes. Hartmut Germer, ehrenamtlicher Geschäftsführer, ergänzt: „Um hier helfen zu können, müssen wir uns umfassend weiterbilden, dass können wir nicht selber bezahlen.“

Auch hier machte sich Plett im Sozialministerium schlau und erfuhr, dass Beratungsstellen bis zu 5000 Euro Fördermittel für Fortbildungsveranstaltungen erhalten können, wenn sie diese federführend für weitere Einrichtungen im Land organisieren. Im Falle eines Antrages sagte die Sozialministerin eine umfassende Beratung und Unterstützung über das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie zu.

Kontakt und Beratungszeiten

Die Erwerbslosen-Initiative Peine (EIP) ist ein eingetragener Verein. Sie trifft sich jeden Dienstag von 17.30 bis 19 Uhr in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) an der Bodenstedtstraße 11. Sie hat zurzeit 14 Mitglieder. Vorsitzender ist Ulrich Boes, Telefon (0 51 71) 1 45 41. Die E-Mail-Adresse lautet info@erwerbslosen-initiative-pe.de und unter www.erwerbslosen-initiative.pe.de gibt es Infos im Internet. Spenden gehen an EIP e.V., IBAN: DE31 2699 1066 7456 0690 00.

Die Erwerbslosen-Selbsthilfe-Peine (ErSe-Pe) hat ihr Büro im Gewerkschaftshaus Peine an der Lindenstraße 34. Bürozeiten sind montags und donnerstags von 9 bis 16.30 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter (01 77) 3 29 81 09 (Handy).

Von Jan Tiemann

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