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Stadt Peine So diskutieren Peiner Politiker übers Lindenquartier
Stadt Peine So diskutieren Peiner Politiker übers Lindenquartier
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09:46 12.09.2019
So soll später das Lindenquartier aussehen. Quelle: Grafik: Architekturbüro Dipl.-Ing. B. Krischke
Peine

Heftige Debatte: Die Lindenquartier-Pläne des Investors Thomas Hoppe von der THI-Holding aus Hannover waren am Mittwochabend Thema im städtischen Planungsausschuss. Abgestimmt werden sollte über deren öffentliche Auslegung. Die Opposition nutzte die Gelegenheit und übte Kritik an dem Vorhaben und an der Stadtverwaltung.

Ein Vorwurf: Für das Durcharbeiten der äußerst umfangreichen Vorlage sei die Zeit schlicht zu knapp gewesen. Und umfangreich ist die Vorlage tatsächlich: Exakt 2,3 Zentimeter misst der Stapel an Unterlagen zum Millionenprojekt Lindenquartier. Darin erstmals enthalten: Ein Umweltbericht, ein schalltechnisches Gutachten, ein Verträglichkeitsgutachten Einzelhandel, ein Verkehrsgutachten, eine Altlastenuntersuchung und ein Gebäudeschadstoffkataster. Zu viele Infos in zu kurzer Zeit, kritisierten einige Politiker.

„Hier wird unnötiger Zeitdruck aufgebaut. So ist eigentlich keine ordentliche Beratung möglich“, sagte etwa Karl-Heinrich Belte von der Peiner Bürgergemeinschaft (PB). Zustimmung bekam er von ungewöhnlicher Seite. „Die mangelnde Begeisterung für die umfangreiche Tagesordnung kann ich nachvollziehen“, betonte Elke Kenter (Grüne). Und deshalb machten die Ausschussmitglieder schließlich Nägel mit Köpfen: Drei Tagesordnungspunkte wurde gestrichen – darunter der Antrag der Linken zu Einführung eines bepfandeten Mehrwegbechers der Stadt Peine.

Und dann ging es auch schon hinein in die noch immer umfangreiche Tagesordnung. Zentraler Punkt war dabei das Lindenquartier. Diskutiert wurde dabei vor allem im Detail. Dr. Ingo Reinhardt (CDU) bemängelte, das in dem Gebäudeschadstoffkataster angewendete Verfahren. „Es gibt keine richtige Mengeneinschätzung der gefährlichen Stoffe“, erklärte er. So bestehe die Gefahr, dass die Kosten für den Abriss der unter anderem mit Asbest belasteten Hertie-Brache unnötig hoch ausfallen.

Immerhin: Das Verkehrsgutachten fällt eher positiv aus. Aus Sicht der Verkehrsgutachter gebe es keine Bedenken, lautet das Fazit. Die sogenannten Verkehrsknotenpunkte Luisenstraße/Lindenstraße sowie Luisenstraße/Zufahrt Lindenquartier seien ausreichend leistungsfähig. Nur Belte übte massiv Kritik. „Man fragt sich beim Lesen, ob die Gutachter überhaupt mal vor Ort waren“, sagte er und forderte die Absetzung des Tagesordnungspunktes.

Doch daraus wurde nichts – am Ende wurde die öffentliche Auslegung der Lindenquartier-Pläne mit großer Mehrheit beschlossen. Einzig Karl-Heinrich Belte stimmte dagegen.

Von Tobias Mull

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